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SUMMARY:Mittagsvisite: „Loblied“ auf ein Lungensanatorium
DESCRIPTION:Am Dienstag, 10. März, um 12.30 Uhr lädt das Deutsche Medizinhistorische Museum zu einer halbstündigen Mittagsvisite ein. Sammlungsleiter Dr. Unterkircher stellt ein „Loblied auf ein Lungensanatorium“ vor. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.\n„Ein Heldenepos in zehn Gesängen“, so lautet der Untertitel des Scherzgedichtes, das im Fokus dieser Mittagsvisite steht. Besungen wird eine um 1924 in Tirol errichtete Heilstätte für Tuberkulosekranke.\nDie Tuberkulose war Anfang des 20. Jahrhunderts weit verbreitet. Diese „Volkskrankheit“ konnte damals noch nicht mit Medikamenten behandelt werden. Die wirksamsten Mittel im Kampf gegen die Tuberkulose waren daher Aufklärung und Erziehung. Aufenthalte in Heilstätten und Sanatorien sollten den Krankheitsverlauf unterbrechen und eine vorübergehende Linderung der Symptome verschaffen. Wie überall in Europa wurden daher auch in Tirol Heilstätten speziell für Lungenkranke errichtet, eine davon in Hochzirl in der Umgebung von Innsbruck. Die mitten im Gebirge gelegene Anlage bot wegen der sauberen Waldluft, der vielen Sonnenstunden und der Abgeschiedenheit ideale Voraussetzungen zur Unterbringung Infektiöser. Sie konnte bis zu 300 Kranke aufnehmen. Mit 1.000 Metern galt sie damals als die höchstgelegene Heilstätte Österreichs.\nIn der Mittagsvisite stellt Unterkircher dieses im Stile antiker Heldenlieder geschriebene Gedicht vor, das die abgeschiedene Welt eines Lungensanatoriums in ironischem Stil nachzeichnet und wohl nicht zufällig an den „Zauberberg“ von Thomas Mann erinnert.\n
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