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SUMMARY:Der römische Bronze- und Eisenhort aus Manching
DESCRIPTION:Am Mittwoch, den 22. April 2026, laden das kelten römer museum manching und der Keltisch-Römische Freundeskreis Manching e.V. zur nächsten Veranstaltung der beliebten Reihe »Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte« ein. Zu Gast ist Fabienne Karl M.A. von der Unteren Denkmalschutzbehörde Kaufbeuren. Sie referiert ab 18:00 Uhr zum Thema »Schatz oder doch nur Schrott? Der römische Bronze- und Eisenhort aus Manching«.\nFabienne Karl widmet sich einem bislang wenig beachteten römischen Hortfund aus Manching, der im Zuge archäologischer Sondagen bereits 1955 im Bereich des ehemaligen Oppidums entdeckt wurde. Der Hort umfasst 20 Bronze- und Eisenobjekte, darunter militärische Ausrüstung, Werkzeuge, Geschirr, mehrere Schlüssel und landwirtschaftliches Gerät. Auf Grundlage einer detaillierten Dokumentation, Archivrecherche und Analyse dieser Objekte konnte erstmals eine systematische Aufarbeitung des Fundkomplexes erfolgen.\nIm Zentrum der Untersuchung stehen vielfältige Fragen: Welche Bedeutung hatte der Hort? Unter welchen Umständen wurde er vergraben? Und welche Schlüsse lassen sich für die Besitz- und Nutzungsgeschichte ziehen? Um dies herauszufinden, hinterfragt Karl die Fundzusammensetzung, die unterschiedlichen Fundorte sowie das historische Umfeld, um so neue Erkenntnisse zur Datierung und Nutzung zu gewinnen. Dadurch lässt sich die Niederlegung innerhalb der römischen Fundlandschaft Rätiens besser verstehen, auch eine Einordnung der einzelnen Objekte in ihren historischen Zusammenhang wird möglich.\nDer reich bebilderte Vortrag zeigt, dass eine sorgfältige Aufarbeitung älterer Fundkomplexe wertvolle Erkenntnisse über archäologische Objekte im provinzialen Kontext ermöglicht. Obwohl es sich nur um 20 Gegenstände handelt, liefern sie doch einen kleinen, aber durchaus bemerkenswerten Einblick in das Leben im antiken Manching. Wie so oft können viele Fragen beantwortet werden, genauso viele bleiben vorerst allerdings offen. Ob es sich bei dem Hort um einen verborgenen Schatz oder doch nur um eine Ansammlung von Schrott handelt, kann aber bereits jetzt diskutiert werden.\nDie Dauerausstellung des kelten römer museums ist am 22. April 2026 bis zum Beginn des Vortrags geöffnet. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.\n
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