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SUMMARY:Mittagsvisite: Pockenimpfstoff
DESCRIPTION:Am Dienstag, 14. Juli, um 12.30 Uhr lädt das Deutsche Medizinhistorische Museum zu einer halbstündigen Mittagsvisite ein. Sammlungsleiter Dr. Unterkircher hat eine Wissenschaftlerin aus dem Robert Koch-Institut Berlin zu Gast, die sich mit historischen Pockenimpfstoffen beschäftigt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.\nFür diese Mittagsvisite hat sich Dr. Alois Unterkircher Unterstützung von Dr. Annika Brinkmann geholt, die ihr Forschungsprojekt zur Geschichte des Pockenimpfstoffs vorstellen wird. Brinkmann und ihr Team vom Robert Koch-Institut in Berlin beproben weltweit noch erhaltene Röhrchen mit historischen Vakzinen aus Privatsammlungen und Museen. Das Deutsche Medizinhistorische Museum unterstützt sie sehr gerne bei ihren Forschungen, denn auch in der Museumssammlung befinden sich einige Röhrchen mit Pockenimpfstoff aus der Zeit um 1900. Die Wissenschaftlerin wird ausgewählte Röhrchen unter Beisein eines Restaurators vorsichtig öffnen, kleinste Mengen der Vakzine entnehmen und die darin enthaltene virale DNA entschlüsseln. Das Forschungsteam erhofft sich so Informationen für die Rekonstruktion kompletter Vaccinia-Genome.\nDie im Museum aufbewahrten Pockenimpfstoffe stammen aus verschiedenen Impfanstalten des Deutschen Reichs, etwa aus München oder Cannstatt bei Stuttgart. Diese Impfanstalten waren hochspezialisierte Einrichtungen, die mehrere Funktionen erfüllten. Hier wurde der Schutzpockenimpfstoff für den jeweiligen Bundesstaat hergestellt, aufbereitet, verpackt und an alle Impfärzte in den einzelnen Bezirken versandt. Darüber hinaus forschte man auch an einer besseren Verträglichkeit der von Kälbern gewonnenen Lymphe, erprobte neue Impftechniken und gab dieses Wissen an die Medizinstudenten weiter.\n
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