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SUMMARY:Hybride Mittagsvisite: Hebammenkoffer
DESCRIPTION:Am Dienstag, 5. Juli, um 12.30 Uhr lädt das Deutsche Medizinhistorische Museum wieder zu einer halbstündigen hybriden Mittagsvisite ein – vor Ort und via Zoom. Sammlungsleiter Dr. Alois Unterkircher stellt diesmal einen Hebammenkoffer vor. Die Historikerin Dr. Marina Hilber, die zur Geschichte des Hebammenwesens forscht, wird sich via Zoom von der Universität Innsbruck aus dazuschalten. Die Veranstaltung ist kostenlos.\nIm Zentrum dieser Mittagsvisite steht ein wichtiges Arbeitsgerät, ohne das eine Geburt früher nicht denkbar war: ein Hebammenkoffer der Firma Kurz mitsamt seiner umfassenden Ausstattung, auch als „Wiesbadener Hebammenkoffer“ bekannt. Er wurde von Gottlob Kurz, der in Wiesbaden ein Fachgeschäft für Hebammenbedarf und medizinische Instrumente betrieb, in den 1890er Jahren „erfunden“ und kurze Zeit später zum Patent angemeldet. Die Grundausstattung richtete sich zuallererst nach den Bedürfnissen jener Hebammen, die von den Gemeinden angestellt wurden. Sie blieb über die Zeiten hinweg relativ unverändert. So gehörte ein Behälter mit sterilem Band zur Abtrennung der Nabelschnur oder eine Seife zur Desinfektion der Hände ebenso zum Inventar wie ein Thermometer für das Bad der Neugeborenen. Auch die Säuglingswaage mit Präzisionsfederzug, eine Innovation von Kurz, durfte in keinem Koffer fehlen. Andere Gerätschaften hingegen wurden nach der jeweils gerade gültigen Hebammenordnung hinzugefügt oder herausgenommen.\nWegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird eine vorherige Anmeldung an der Museumskasse oder im Onlineshop des Museums empfohlen (Link auf der Homepage, www.dmm-ingolstadt.de ( http://www.dmm-ingolstadt.de )). Hier finden sich auch die Einwahldaten für die Zoom-Gäste (unter Aktuell / Alle Veranstaltungen).\n
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