Die Vielfalt des hohen Gesangs

    Beim 4. Abokonzert der Kammerphilharmonie Ingolstadt am Donnerstag, 4. Dezember, steht die Vielfalt des hohen Gesangs im Mittelpunkt. Denn die Zeiten, in denen hohe Männerpartien von Frauenstimmen übernommen wurden, sind vorbei. Countertenöre haben dieses einst verlorene Stimmfach mit technischer Raffinesse und emotionaler Ausdruckskraft zurückerobert – und erweitern es heute um neue Facetten.

    Unter der musikalischen Leitung von Rotem Nir erklingt im Festsaal Pergolesis ergreifendes „Stabat mater“ – interpretiert von der israelischen Sopranistin Tehila Nini Goldstein und dem jungen Schweizer Countertenor Constantin Zimmermann (Alt-Partie). Constantin Zimmermann ist dem Ingolstädter Publikum bereits aus dem Musiktheater-Projekt „Spuren und Geister“ bekannt, wo er mit „zarten Tönen“ und einem „wunderschönen Wehklagen“ beeindruckte. Auch Tehila Nini Goldstein war Teil dieser Produktion. Nun treffen die beiden Sänger erneut aufeinander und verleihen Pergolesis barockem Meisterwerk neue Strahlkraft.

    Wenn Pergolesis „Stabat mater“ im Festsaal erklingt, ist ein Meisterwerk von allerhöchstem Rang zu erleben. In seinem letzten Werk nimmt Pergolesi, welcher gerade einmal mit 26 Jahre im Jahr 1736 an Tuberkulose verstarb, die melodische Ausdrucksdichte der Klassik um mehrere Jahrzehnte vorweg. Die sich zu erhabenem Ernst steigernde Wehmut spannt stellenweise sogar eine direkte Brücke zu Johannes Brahms. Mit diesem „Stabat mater“ hat Pergolesi nachfolgende Generationen maßgeblich inspiriert.

    Das gilt auch für Igor Strawinsky und Ottorino Respighi, von denen beim 4. Abokonzert ebenfalls Werke aufgeführt werden. So fußt Strawinskys „Concerto in Re“ für Streichorchester von 1941/42 auf Satzarten und Ausdruckscharaktere, wie man sie von der vorklassischen Zeit kennt. Die zentralen Quellen der Inspiration sind nicht nur Johann Sebastian Bach, sondern auch Pergolesi. Gleichzeitig lässt sich das Werk als eine französisch-barocke Ballett-Musik hören. Mit seinen „Antiche Danze ed Arie“ für Streichorchester entführt auch Respighi in vergangene Welten und Zeiten. Hier bilden Lautenstücke aus Italien des 16. und 17. Jahrhunderts die zentrale Inspiration
    Ein Konzertabend, der barocke Innigkeit mit moderner Offenheit verbindet – und die fluide Diversität des hohen Gesangs eindrucksvoll hörbar macht.

    Donnerstag, 4. Dezember 2025, 20.00 Uhr
    Künstlergespräch 19.30 Uhr
    Festsaal Ingolstadt

    Programm

    Igor Strawinsky: „Concerto in Re“ für Streichorchester
    Ottorino Respighi: Antiche Danze ed Arie für Streichorchester
    —-
    Giovanni Battista Pergolesi: Stabat mater

    Rotem Nir, Leitung
    Tehila Goldstein, Sopran
    Constantin Zimmermann, Countertenor

    Weitere Informationen unter www.kammerphilharmonie-in.de

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    Datum

    Dez. 04 2025

    Uhrzeit

    20:00 - 22:00

    Standort

    Stadttheater Ingolstadt
    Festsaal

    Kategorie

    Veranstalter

    Kammerphilharmonie Ingolstadt
    Webseite
    https://kammerphilharmonie-in.de
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