Audi Sommerkonzerte: Oper trifft Breakdance

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Beethoven, Breakdance, Oper, Jazz, Mahler, Wagner, Hänsel und Gretel… Die Audi Sommerkonzerte 2024 bieten vom 22. Juni bis zum 21. Juli ein vielfältiges Programm an fünf Wochenenden. „Wir möchten wieder ein Festival für und in der Stadt sein,“ betonte der künstlerische Leiter Sebastian Wieser bei der Programmvorstellung. Neben den bekannten Veranstaltungsorten wie dem Festsaal des Stadttheaters und dem Klenzepark ist diesmal das Audi Betriebsrestaurant (Gebäude H6) der Schauplatz von drei Konzerten. Die Bar Marinella in der Mauthstraße wird wieder zum Festival-Café. Hier treten junge Musizierende aus Ingolstadt auf wie Mitglieder der Audi-Bläserphilharmonie, die „Drew Family“, die Kaffeehausmusik „Mélange à trois“, das Duo Saitenfelder und die Kastanienstreicher.

„The Fairy Queen“ – ein wildes Hochzeitsspektakel

Auf eine außergewöhnliche Premiere in der Geschichte der Audi Sommerkonzerte darf man sich am 6. und 7. Juli freuen. Erstmals hat die Festivalleitung eine komplette halbszenische Oper in Eigenregie inszeniert: „The Fairy Queen“ von Henry Purcell, eine musikalische Interpretation von William Shakespeares berühmter Romanze „Ein Sommernachtstraum“. Das Vokalensemble LauschWerk übernimmt dabei sämtliche Arien, Duette und Choreinlagen, das Georgische Kammerorchester Ingolstadt den instrumentalen Rahmen ‒ und die Flying Steps aus Berlin (mehrfache Breakdance Weltmeister) steuern atemberaubende Breakdance-Einlagen bei, in denen sich die liebestrunkene Feenwelt in ihrer ganzen Wildheit und Naturverbundenheit zeigt. Schauspieler Alexander Gier wird alle (!) Rollen der Geschichte um Oberon, Titania, Helena, Demetrius und Co. übernehmen und Auftragskompositionen von vier zeitgenössischen Komponistinnen ergänzen die Inszenierung. „In diesem Projekt steckt sehr viel Herzblut“, erklärte Sebastian Wieser. Und als ein „vielfältiges und aufregendes Erlebnis“ bezeichnete Magdalena Schnitzler die Produktion, für deren Konzept und Regie sie verantwortlich zeichnet. „Es wird eine wilde Mischung. Und die letzte Szene ist ein wahres Hochzeitsspektakel!“ Weil die Audi-Eigenproduktion so aufwändig ist und man sei einem möglichst großen Publikum zeigen will, wurden zwei Vorstellungen angesetzt.

Von Beethoven bis Mahler’s Breakdown

Den Eröffnungsabend des Festivals bestreitet am 22. Juni die Audi Jugendchorakademie mit Beethovens „Missa solemnis“ – ein hoch aktuelles Werk, wie Sebastian Wieser befand. Der Aufruf „Dona pace!“ gelte heuet wie damals.

Weitere Höhepunkte des Festivals sind ein Auftritt von Sir Simon Rattle mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und eine „Grenzüberschreitung“, bei der die Jazzrausch Bigband Gustav Mahler neu interpretiert. Zum Klassik Open Air im Klenzepark lädt Audi am 29. und 30. Juni ein; zu erleben sind dabei die Audi Bläserphilharmonie und das Philharmonische Staatsorchester Hamburg mit Stargeigerin Veronika Eberle unter Leitung von Kent Nagano. Besonders mit den Klassik Open Airs ermöglicht Audi vielen Menschen den Zugang zur klassischen Musik.

Das Audi Sommerkonzerte Organisationsteam 2024: v.l. Clemens Roer, Daniela Weigelt, Brigitte Urban, Magdalena Schnitzler, Anne-Marie Neudecker und Sebastian Wieser

Experimentierfreude beweisen die Audi Sommerkonzerte 2024 mit einer Grenzüberschreitung hin zum Jazz: Am 20. Juli tritt die Jazzrausch Bigband auf. Ursprünglich im Techno-Jazz zuhause, setzt sie sich auch intensiv mit Klassiklegenden auseinander. In Ingolstadt wird „Mahler’s Breakdown“ zu bestaunen sein.

Weltstars der Klassik: Sir Simon Rattle, Trio Orelon und Grigory Sokolov

Mehrere Superstars der Klassikszene werden bei den Sommerkonzerten zu Gast ein: Sir Simon Rattle, Ex-Chef der Berliner Philharmoniker und zuletzt Musikdirektor des London Symphony Orchestra, ist seit 2023 Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. „Einer der begehrtesten Dirigenten der Welt“, wie BR-Klassik schrieb, kommt nun nach Ingolstadt. Am 13. Juli führt er mit dem BRSO, wie es in der Musikwelt kurz heißt, Auszüge aus Richard Wagners „Walküre“ und die 2. Symphonie von Johannes Brahms auf.

Sir Simon Rattle (Foto: BR Astrid Ackermann)

Auf ein Shootingstar-Ensemble der Kammermusik darf das Publikum sich am 14. Juli freuen, wenn mit dem Trio Orelon die Gewinner des ARD-Musikwettbewerbs 2023 auftreten. Das 2018 in Köln gegründete Trio hat sich mit Lichtgeschwindigkeit in die erste Reihe der internationalen Kammermusikinterpreten gespielt. In Ingolstadt ist es unter anderem mit Werken des deutschen Gegenwartskomponisten Wolfgang Rihm zu hören. Ein gefeierter Weltstar am Klavier ist Grigory Sokolov aus Sankt Petersburg. Der Ausnahmepianist spielt am 21. Juli zum Abschluss des Festivals Werke von Bach, Chopin und Schumann. (ma/audi)

Tickets für die Audi Sommerkonzerte 2024 sind ab sofort erhältlich. Das detaillierte Programm der Audi Sommerkonzerte 2023 sowie den Ticket-Shop finden Sie HIER

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