Ein Fest des Faschingsbrauchtums

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Handgeschnitzte Masken, traditionelle Kostüme, schwungvolle Guggenmusik – der große Narrensprung in Kipfenberg war ein Leckerbissen für alle, die sich für Faschingsbrauchtum und die Schwäbisch-alemannische Fastnacht begeistern. 29 Gruppen sind beim „Narrensprung“, also dem großen Umzug am Sonntag Nachmittag, durch den Markt gezogen. Es war das fünfte mal, dass der Kulturverein „Die Fasenickl“ (feiert dieses Jahr sein 70-jähriges Bestehen) ein solches Narrentreffen (es dauerte das ganze Wochenende) auf die Beine gestellt hat.

Den Besucherinnen und Besuchern wurden Informationen zur Strecke und den beteiligten Gruppen (den jeweiligen Schlachtruf inklusive) an die Hand gegeben – dazu erläuterten Sprecher und Sprecherinnen, wer da gerade unterwegs ist. Den Auftakt bildeten natürlich die eigenen Fasenickl, danach waren Fläggla Bätscher, Narren, Deifel, Bergweible, Hexen, Damische Ritter, Kirchamäus, Flecklasmänner und Butterweible unterwegs – zur großen Freude des Publikums. Am Rand des Umzugs erfuhr der geneigte Betrachter, dass es mit dem Narrentreffen ganz klein los ging und bei der Premiere nach 10 Minuten bereits der erste Pavillon kaputt gegangen war. Zum zweiten Mal vertraute man dieses Jahr daher auf eine eigens aufgebaute Hütte auf dem Marktplatz, die als „Narren-Hauptquartier“ dient und noch den gesamten Fasching stehen bleibt. Im Übrigen hat das Narrentreffen auch schon seine völkerverbindende Wirkung bewiesen: ein Fasenickl aus Kipfenberg hat inzwischen eine Hochburg-Häxe aus Emmendingen geehelicht. (ma)

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