Wissenschaftliche Kinoreihe der KU Eichstätt-Ingolstadt

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Am 11. März startet die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt wieder ihre wissenschaftliche Kinoreihe „wissen.schafft.wir. KINO: Mehr als nur Filme gucken“. Dabei werden an fünf Abenden Themen wie Geschlechterungleichheit, Pflegenotstand oder die Rückkehr des Wolfs nach Europa mit spannenden und unterhaltsamen Filmen auf die Leinwand gebracht. Anders als bei üblichen Kinovorstellungen besteht im Anschluss an den Film die Möglichkeit, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen, um den Film fachlich einzuordnen und mit anderen Interessierten zu diskutieren.

Auftakt der Reihe ist am Mittwoch, 11. März. Um 18:30 Uhr wird im Kino der Volkshochschule in Ingolstadt (Hallstraße 5) der Dokumentarfilm „Ein Tag ohne Frauen“ gezeigt. Dieser blickt auf den legendären Frauenstreik in Island 1975 zurück und zeigt eindrucksvoll, wie gemeinsames Handeln gesellschaftliche Veränderungen anstößt. Gezeigt wird der Film im englischen Original mit deutschen Untertiteln. Gesprächspartnerin ist an diesem Abend Dr. Hendrikje Grunow, Frauen und Gleichstellungsbeauftragte an der Katholischen Universität.

Was bedeutet Pflege heute – und morgen? Darum geht es bei einem Kurzfilmabend am Montag, 13. April ebenfalls im VHS Kino in Ingolstadt (Beginn 18:30 Uhr). Gezeigt werden die Filme „Nachtschicht“, „Theresa. Station B“ und „Würdenbewahrerin“, die den Pflegealltag aus unterschiedlichen, praxisnahen Blickwinkeln zeigen. Zwischen Menschlichkeit, Würde und Überlastung, aber auch Robotik und Automatisierung, eröffnen die Filme ein Panorama eines oft übersehenen Arbeitsfeldes. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Regisseurin Eva Neidlinger sowie mit Natascha Köstler vom Studiengang Pflegewissenschaft der KU satt.

Am Mittwoch, 15. April wird im Filmstudio im Alten Stadttheater in Eichstätt der Film „Hannah Arendt: Denken ist gefährlich“ gezeigt (Beginn 19 Uhr). Der Film widmet sich dem philosophischen Verständnis von Denken als kritischer, verantwortungsvoller Praxis. Ausgehend von Hannah Arendts Überlegungen zur Urteilskraft zeigt der Film, dass das Denken keine abstrakte Tätigkeit ist, sondern eine Voraussetzung für moralisches Handeln und politische Verantwortung. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit, wachsender Polarisierung und schneller Meinungsbildung gewinnt Arendts Warnung vor Gedankenlosigkeit besondere Aktualität. Gesprächspartner sind an diesem Abend Prof. Dr. Imke von Maur und Katharina Zöpfl vom Lehrstuhl für der KU.

Am Dienstag, 28. April wird um 18:30 Uhr im VHS Kino in Ingolstadt der Film „Im Land der Wölfe“ zu sehen sein. Er erzählt von der Rückkehr des Wolfs und den Spannungen, die sie in unserer Gesellschaft auslöst. Der Film öffnet einen Raum, die Konflikte zwischen Mensch, Natur und Kultur zu spüren und neu zu verstehen. Im anschließenden Gespräch beleuchten KU-Wissenschaftlerin Dr. Alexandra Tretakov und Herdenschutzberater René Gomringer unterschiedliche Perspektiven aus Literatur, Kultur und Praxis – und zeigen, wie unser Bild vom Wolf unsere Entscheidungen und Wahrnehmung prägt.

Am Freitag, 18. September ist im VHS-Kino in Ingolstadt ab 18:30 Uhr anlässlich der bayerischen Demenzwochen der Film „The Father“ zu sehen. Er zeigt das Leben eines Mannes mit Demenz aus seiner eigenen Perspektive und macht die Verwirrung, Ängste und sozialen Folgen der Erkrankung spürbar. Neben der Not des Betroffenen zeigt der Film eindrucksvoll und realitätsnah sowohl die Belastung als auch die Schwierigkeiten, die für Angehörige dabei entstehen. Im Anschluss stehen unter anderem Natascha Köstler, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Soziale Arbeit der KU, und Dr. Christine Schwendner, Leiterin des Referats „Demenzstrategie, Beratung in der Pflege, Angebote zur Unterstützung im Alltag“ im Bayerischen Gesundheitsministerium für den Austausch zur Verfügung. (upd)

Mehr Informationen zur Reihe und Anmeldung unter
www.ku.de/transfer/wissenschaftsforum/wsw-kino

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