Kundenwünsche möglich machen. Das machen die bei Audi. Jetzt auch im hauseigenen Museum, dem museum mobile im Audi Forum Ingolstadt: „Wir werden regelmäßig gefragt, wo denn bestimmte Modelle zu sehen sind. Gerade die Legenden quattro Spyder oder Avus quattro, die wir aber aus Kapazitätsgründen im Lager aufbewahren, werden im Museum erwartet,“ erklärt Kurator Stefan Felber. Aus der Aufbewahrung ist nun eine temporäre Ausstellung geworden, die bis 12. Juli Audis „Design Legenden“ in den Mittelpunt rückt.
Die ausgestellten Autos sind Concept Cars, die nie in Serie gegangen sind: „Die Modelle zeigen eindrucksvoll, wie sich die Audi Designer zur jeweiligen Zeit die Zukunft des Automobils vorgestellt haben,“ so Felber. Und was sind da für „wilde“ Kreationen dabei. Etwa der Aztec aus dem Jahr 1988, der als Designstudie auf dem Turiner Autosalon gezeigt wurde. Im Science-Fiction-Horror-Film „Frankenstein Unbound“ von 1990 hatte das Auto außerdem einen Aufritt. Gleich dahinter parkt der Audi quattro Spyder, der bei der IAA 1991 eine echte Sensation war. „Der erste Mittelmotor Sportwagen von Audi, der erste Aluminium Sportwagen von Audi, das ganze in Fidschi Orange – ein zweitüriges Coupé, das schöner nicht sein konnte“, schwärmt Stefan Felber. Und so gibt es noch weitere Design Legenden zu bewundern, nämlich den Audi Avus quattro, das Audi TT Showcar, die Audi A8 Coupé Konzeptstudie („die geheimste aller Audi Studien“), den Audi Steppenwolf, den Nuvolari quattro , das Audi Shooting Brake concept, den e-tron Spyder, das Audi quattro concept von 2010 und den Audi PB 18 e-tron.

Wie aber wird aus einer Idee (und den dazu gehörigen Vorgaben) ein Design? Neben den Konzeptautos werden in der Ausstellung auch besondere Exponate aus dem Audi-Modellbau gezeigt, die Einblicke in den kreativen Designentstehungsprozess bieten. Skizzen, Renderings und Clay-Modelle ermöglichen einen Blick in die Kreativwerkstatt von Audi. Am Designstufenmodell, das im Zentrum des Ausstellungsraums steht, kann man die einzelnen Arbeitsschritte erkennen. Und ganz wichtig ist hier die Komponente Mensch. Bei all der Digitalisierung wird hier noch händisch und u.a. mit Plastilin am 1:1 Modell gearbeitet, um die Autos physisch erlebbar zu machen: „Wenn ich während des Gestaltungsprozesse ein Verhältnis mit dem Modell eingehen kann, dann bin ich der festen Meinung, dass man so einem Modell und später dem Produkt auch mehr geben kann, als wenn ich nur im Digitalen arbeite,“ erklärt Eike Aden, Projektsteuerung Design bei Audi.
Im Übrigen arbeitet die Designabteilung eng mit der Fachschule für Produktdesign in Selb zusammen. Wo einst Porzellangeschirr entworfen wurde, sind es jetzt eben Autos. Oder Dinosaurier, wie man in der Ausstellung sieht. (ma)
Tipp: App ins Museum
Mit der Audi Tradition App kann das Audi museum mobile ein Stück weit „mit nach Hause genommen“ werden, sie dient zugleich als digitaler Begleiter im Audi museum mobile: Die Besuchenden erhalten vertiefende Inhalte zu den ausgestellten Fahrzeugen in Textform, bei ausgewählten Modellen per Audioguide und sogar per 360-Grad-Panorama-Ansicht. Sie bietet einen Zugang zur Webseite von Audi Tradition, zum Audi Tradition Online Shop für Accessoires, Literatur und Ersatzteile der Youngtimer von Audi und zu den Audi Tradition Social-Media-Kanälen Instagram und TikTok. Die kostenlose App kann man sich über die gängigen App-Stores für iOS- und Android-Smartphones herunterladen.
Kurz notiert:
Design Legenden
bis 12. Juli
Audi museum mobile
Audi Forum Ingolstadt
www.audi.de/audi-forum-ingolstadt/
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tiktok.com/@auditradition
