Daniel Roth an der Klais-Orgel
Das Ingolstädter Liebfrauenmünster öffnet am Sonntag, 6. September 2026, um 20:15 Uhr, seine Pforten für ein Festkonzert von außergewöhnlicher Dimension: Daniel Roth, einer der weltweit führenden französischen Orgelvirtuosen, gastiert exklusiv in Ingolstadt und präsentiert an der imposanten Klais-Orgel ein Programm, das die gesamte Bandbreite der Orgelliteratur von der Renaissance bis zur Gegenwart umfasst.
Ein Weltstar der Orgel – Daniel Roth
Daniel Roth (*1942) zählt zu den bedeutendsten Organisten unserer Zeit. Seine Karriere begann bereits mit 20 Jahren an der Basilika Sacré-Cœur in Montmartre (Paris), wo er später als Titularorganist wirkte. 1985 übernahm er die prestigeträchtige Position des Titularorganisten an Saint-Sulpice in Paris – als Nachfolger der Legenden Charles-Marie Widor, Marcel Dupré und Jean-Jacques Grunenwald; seit 2023 ist er dort Titulaire Emérite. Als Interpret, Lehrer und Komponist erhielt Roth höchste Auszeichnungen: Chevalier de la Légion d’Honneur, Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres, Honorary Fellow of the Royal College of Organists (London) sowie das Großkreuz Albert Schweitzer für Dienste an der Kunst. Zahlreiche CD-Einspielungen bei Philips, EMI, Erato und weiteren Labels dokumentieren seine internationale Karriere.
Programm-Highlights: Von Sweelinck bis zur Improvisation
Das Konzert am 6. September führt die Zuhörer auf eine musikalische Reise durch vier Jahrhunderte Orgelkunst:
• Jan Pieterszon Sweelinck (1561–1621): Fantasia cromatica SwWV 258
• Johann Sebastian Bach (1685–1750): Aria „Seht, was die Liebe thut!” aus der Kantate BWV 85 „Ich bin ein guter Hirt”
• Camille Saint-Saëns (1835–1921): Fantaisie Des-Dur op. 101
• Louis Vierne (1870–1937): 2. Orgelsymphonie op. 20 – Scherzo
• Marcel Dupré (1886–1971): Prélude et fugue en fa mineur op. 7/2
• Daniel Roth (1942): Livre d’orgue pour le Magnificat – Gloria Patri (2011)
• César Franck (1822–1890): Grande Pièce Symphonique op. 17
• Daniel Roth: Improvisation über ein gegebenes Thema
Besonderes Highlight: Daniel Roth wird eine Improvisation über ein vorgegebenes Thema darbieten – eine Kunst, für die er international gefeiert wird.
Die Große Klais-Orgel: Königin der Instrumente im Bistum Eichstätt
Die Große Orgel im Liebfrauenmünster, 1977 von der weltbekannten Firma Johannes Klais (Bonn) erbaut, ist die größte Orgel im gesamten Bistum Eichstätt – sogar größer als die Eichstätter Domorgel. Sie zählt zu den besten Instrumenten Deutschlands.
Bayerischer Rundfunk vor Ort – Doch nichts ersetzt das Live-Erlebnis
Das Konzert erfährt zusätzliche Aufmerksamkeit durch die Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk: Ausschnitte des Abends werden im Herbst auf BR-Klassik gesendet. Doch keine Aufzeichnung kann die einzigartige Atmosphäre des gotischen Liebfrauenmünsters und den imposanten, raumfüllenden Klang der Klais-Orgel ersetzen – dieses multisensorische Erlebnis ist nur vor Ort unmittelbar mit allen Sinnen erfahrbar.
Ein Kulturerlebnis mitten in Ingolstadt
Dieser Abend verspricht nicht nur Musikliebhabern ein außergewöhnliches Kulturerlebnis – Weltniveau inklusive. Seien Sie dabei, wenn ein Meister seines Fachs, ein echter Weltstar, exklusiv für Ingolstadt spielt!
Veranstalter mit Tradition
Das Konzert wird vom Verein der Freunde der Musik am Münster e.V. organisiert – einem Verein, der seit vielen Jahren das Ingolstädter Musikleben nachhaltig prägt. Seit 1996 fördert der Verein ideell und finanziell die Orgelmusik am Liebfrauenmünster und hat sich mit großen Konzertreihen wie den Ingolstädter Orgeltagen, Oratorienaufführungen und innovativen musikalischen Projekten als Impulsgeber etabliert. Damit leistet der Verein einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt Ingolstadts und zur Pflege ihrer reichen Musiktradition.
Nicht nur Orgelkenner, sondern ausdrücklich auch Musikbegeisterte herzlich eingeladen: für Schüler ab 16 und Studierende gilt ein ermäßigter Eintrittspreis von nur 10 €, für Ehrenamtskartenbesitzer, Rentner und Schwerbehinderte 15 €, regulär beträgt der Eintritt 20 €. Freie Platzwahl.
Karten gibt es ohne zusätzliche Vorverkaufsgebühren an der Abendkasse am Eingang zum Liebfrauenmünster ab 19 Uhr (nur Barzahlung möglich). Der Zutritt in den Kirchenraum ist ausschließlich über den Eingang Bergbräustraße (gegenüber der Münstertiefgarage) möglich. Über Ticket-Regional können Eintrittskarten zuzüglich Vorverkaufsgebühren vorab erworben werden. (mm)
