Michał Markuszewski an der Chororgel

Die erste SamstagOrgel dieser Saison an der Chororgel bringt am Samstag, 20. Juni 2026, um 12 Uhr im Ingolstädter Liebfrauenmünster ein Programm von großer stilistischer Vielfalt und strahlender Konzertwirkung. Michał Markuszewski gestaltet den Mittag mit Werken von David N. Jobson, Joseph Gabriel Rheinberger, Gordon Balch Nevin, César Franck und Henry Smart.

Den Auftakt bildet David N. Jobsons Trompet Tune in C major, ein festlich-klarer, fanfarenartiger Orgelbeitrag, der mit seiner leuchtenden Tonart und markanten Gestik sofort Konzertatmosphäre schafft. Joseph Gabriel Rheinbergers Orgelsonate Nr. 11 d-Moll op. 148 (1887): Cantilene führt danach in eine lyrisch gesangliche Klangwelt, in der Rheinbergers typisch klassischer Satz mit inniger Melodik und edler Ruhe hervortritt.

Gordon Balch Nevins Will O’The Wisp (Scherzo–Toccatina) bringt dagegen Beweglichkeit, Virtuosität und tänzerische Leichtigkeit ins Spiel. Das Stück lebt von flirrenden Figuren und geistreicher Motorik und zeigt die Orgel von ihrer spielerisch-virtuosen Seite. César Francks Pièce pour Grand Orgue A-dur (1854) gehört zu den großen frühen romantischen Orgelwerken des französischen Repertoires; in dem Stück verbinden sich feierlicher Ernst, kantable Weite und der für Franck typische harmonische Reichtum zu einer eindrucksvollen Klangarchitektur.

Henry Smarts Festive March beschließt das Programm mit repräsentativem Glanz, rhythmischer Klarheit und feierlicher Brillanz. Insgesamt entsteht ein abwechslungsreicher Bogen zwischen festlicher Eröffnung, romantischer Innerlichkeit, spielerischer Bewegung und großem Schlussgestus, der die Chororgel in ihrer ganzen farblichen Beweglichkeit zur Geltung bringt.

Michał Markuszewski, 1980 in Warschau geboren, studierte von 1999 bis 2004 an der Warschauer Musikakademie Frédéric Chopin die Fächer Orgel und Klavier. 2007 schloss er sein Orgelimprovisations-Studium an der Universität der Künste Berlin ab und erhielt 2008 das Konzertdiplom an der Hochschule für Musik in Würzburg.
Er ist Preisträger internationaler Orgelwettbewerbe, darunter der 1. Preis beim internationalen Wettbewerb der Orgelmusik in Rumia (2000) und der 3. Preis beim internationalen Wettbewerb in Zürich (2007). Seit 2012 unterrichtet er Orgel und Orgelimprovisation an der Musikakademie Frédéric Chopin in Warschau; 2022 wurde er dort zum Professor ernannt.

Daneben wirkt er seit 2004 als Organist an der historischen Schlag-&-Söhne-Orgel von 1900 in der evangelisch-reformierten Kirche in Warschau. Außerdem hat er zahlreiche CD-Aufnahmen sowie Einspielungen für das polnische Fernsehen und den Rundfunk vorgelegt. 2018 wurde ihm vom Kulturministerium Polens eine Medaille für Verdienste um die polnische Kultur verliehen, 2024 folgte die Medaille Gloria Artis.
Der Eintritt bleibt bewusst niedrig: 5 Euro. Karten gibt es an der Tageskasse (nur Barzahlung), geöffnet 30 Minuten vor Konzertbeginn. Der Zugang erfolgt über den Eingang Bergbräustraße gegenüber der Münster-Tiefgarage.

Digital gibt es das vollständige Programm bereits online unter www.samstagorgel.de. Mit ihrer lebendigen Vielfalt und ihrer offenen Atmosphäre ist die „SamstagOrgel“ längst zu einer festen Klangtradition geworden – ein Ort für Seele, Musik und Begegnung.

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Datum

Juni 20 2026

Uhrzeit

12:00 - 13:00

Standort

Liebfrauenmünster Ingolstadt
Kreuzstraße 1, 85049 Ingolstadt

Kategorie

Veranstalter

Freunde der Musik am Münster e.V.
Telefon
0 84 65/9 59 97 98
E-Mail
info@orgeltage-ingolstadt.de
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