Premiere „Im Sog – Hikikomori”
Unter dem Titel „New Works“ zeigt das Stadttheater Ingolstadt im Studio im Herzogskasten am 7. März die Uraufführung von Im Sog – Hikikomori. In dieser Reihe treffen etablierte Künstler*innen und aufstrebende Nachwuchstalente aufeinander, um frische Ideen und experimentelle Inszenierungen zu präsentieren.
Was geschieht, wenn ein Mensch freiwillig aus dem Lärm der Welt verschwindet? Wenn er sich zurückzieht aus der Familie, der Arbeit, den Gesprächen und der Geschwindigkeit der Masse?
Der junge Mann H hat sich aus der Gesellschaft zurückgezogen und lebt isoliert in seinem Zimmer – wieder bei seiner Mutter Kiki. Während Kiki auf unterschiedlichste Weise versucht, zu ihrem Sohn durchzudringen, sucht H seinen eigenen Weg, sich auszudrücken. Begleitet wird er dabei von seinem fantastischen Alter Ego Jack, das ihn durch die innere Welt seiner Gedanken und Emotionen führt.
In sieben poetischen Bildern erzählt „Im Sog – Hikikomori“ die bewegende Geschichte eines Rückzugs. Das Stück eröffnet dabei intime Einblicke in das Spannungsfeld zwischen Einsamkeit und Verbindung.
Emma Mae Zich ist eine aufstrebende junge Regisseurin und Autorin, die derzeit an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg studiert. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine tiefgründige Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen und einer poetischen Herangehensweise an komplexe Emotionen aus. Sie legt ihren Fokus auf gesellschaftliche Fragestellungen und die Auseinandersetzung mit psychologischen und sozialen Themen. Die Produktion wird unterstützt von der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg.
Der Begriff Hikikomori stammt aus dem Japanischen und beschreibt Menschen, die sich freiwillig komplett aus der Gesellschaft zurückziehen – ein Phänomen, das inzwischen weltweit zu beobachten ist. Emma Mae Zich greift dieses Thema auf und verwandelt es in eine poetische Reise durch die Welt von H und Kiki.
Kreativteam
In dieser Produktion übernimmt Philip Lemke die Rolle des H, Renate Knollmann verkörpert
Kiki und Sebastian Fink spielt Jack.
Regie führt Emma Mae Zich mit einer kraftvollen visuellen Gestaltung. Die Bühne und Kostüme sind kunstvoll umgesetzt von Felix Glawion. Gleichzeitig sorgt Julia Just als Dramaturgin dafür, dass die narrative Struktur und inhaltliche Tiefe des Stücks präzise und fesselnd entwickelt werden. Gemeinsam schaffen sie ein vielschichtiges Theatererlebnis, das das Publikum in den Sog der dargestellten Welt zieht.
Premiere und Aufführungsort
Freitag, 7. März 2025, 20.00 Uhr, Studio im Herzogskasten, Stadttheater Ingolstadt
Mehr: theater.ingolstadt.de
