Tag des offenen Denkmals in Ingolstadt

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals findet am Sonntag, 13. September statt und steht unter dem Motto „Netzwerke: Denkmale & Infrastruktur“. Das diesjährige Motto rückt die Verbindung und Versorgungswege vergangener Jahrhunderte in den Fokus. In Ingolstadt zeigt sich dieses Zusammenspiel besonders anschaulich in der Verbindung aus Festungsarchitektur, städtischer Infrastruktur und geistlichem Leben.

Jahr für Jahr nutzen europaweit rund 20 Millionen Menschen – davon allein rund 4,5 Millionen in Deutschland – die Gelegenheit, mehr als 30.000 Denkmäler zu besichtigen. Ziel des Tages des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. Der überwältigende Erfolg, den der Denkmaltag seit nunmehr 30 Jahren verzeichnet, ist vor allem dem Engagement von privaten Eigentümern, Institutionen und Fachleuten sowie den vielen freiwilligen Helferinnen vor Ort und den regionalen Organisatoren – in Ingolstadt ist dies das Stadtplanungsamt, Untere Denkmalschutzbehörde – zu verdanken.

Durch diese Unterstützung wird dieser Tag jedes Jahr zu einem einmaligen Schaufenster der Denkmalpflege, das Interessierten die Möglichkeit gibt, Denkmäler, ihren Schutz und ihre Pflege hautnah erleben zu können und ihre Beschützerinnen und Beschützer persönlich kennenzulernen.

Zum 750. Jubiläum beteiligt sich dieses Jahr das Kloster Gnadenthal (Harderstr. 5). Hier kann zwischen 13 und 16 Uhr unter anderem die im 17. Jahrhundert eingerichtete Apotheke besichtigt werden.

Beim nun wieder universitär genutzten Kollegiengebäude des Georgianums ist die Sanierung bereits abgeschlossen. Im Rahmen von Führungen kann unter anderem der während der Bauarbeiten entdeckte Karzer besichtigt werden, auch die inzwischen fertig sanierte ehemalige Kapelle ist an diesem Tag zugänglich.

Für die Öffentlichkeit zugänglich sind auch eine Vielzahl an Wohn- und Gewerbebauten in der Altstadt:
Das markante Giebelhaus mit Kastenerker in der Theresienstr. 14 geht im Kern auf das 15. Jahrhundert zurück. Im Inneren sind noch originale Baubefunde wie Kassettendecken, Täfelungen und reich ornamentierte Türen erhalten. Im Rahmen von Führungen werden die inzwischen abgeschlossenen Sanierungsarbeiten vorgestellt.

Ebenfalls in der Theresienstraße befindet sich das Gebäude Theresienstr. 28. Hier sind das größtenteils noch bauzeitliche Treppenhaus und der bisher nicht ausgebaute Dachstuhl zu sehen.

Ein einstiges Handwerkerhaus mit historischem Dachstuhl wird derzeit in der Schulstr. 22 energetisch kernsaniert und für zukünftige Wohnnutzung ertüchtigt.

Geöffnet ist auch das Gebäude Lebzeltergasse 14, ein schmaler Giebelbau , der auf einen mittelalterlichen Bestand zurückgeht, und eine umfassende Sanierung für eine zukünftige Wohnnutzung erfährt.

Ebenfalls umfangreich saniert wird derzeit das ursprünglich als Stadel im 19. Jahrhundert errichtete Gebäude Harderstr. 25.

Der ehemalige „Schäffbräu-Stadel“ in der Schäffbräustr. 11a, dessen Kern auf das 16. Jahrhundert zurückgeht, steht vor einer Sanierung und kann an diesem Tag noch im unsanierten Zustand besichtigt werden.

Für die Öffentlichkeit zugänglich sind an diesem Tag auch einige Stadtmauerhäuser, die sich in verschiedenen Stadien der Sanierung befinden. Beim Gebäude Oberer Graben 53 läuft die Instandsetzung derzeit noch, bei den Gebäuden Unterer Graben 57 und Unterer Graben 79a können die bereits fertig sanierten Räume besichtigt werden. In den Räumlichkeiten Unterer Graben 57 zeigt der Ingolstädter Künstler Daniel Malun Lange zudem eine Auswahl seiner Werkreihe „untold stories“, die sich den verborgenen Geschichten der Stadt widmet.

Mittlerweile ist es bereits Tradition, dass der Förderverein Kreuztor Ingolstadt e. V. eine Besichtigung des Kreuztors (Kreuzstr. 13) ermöglicht und Führungen anbietet. Während der Führungen ist eine Besichtigung nicht möglich. Die Teilnehmerzahl bei den Führungen ist begrenzt, eine vorherige Anmeldung ist nicht möglich.

Als Vertreter der Moderne ist eine Führung durch das Katharinen-Gymnasium (geöffnet nur zur Führung) zu empfehlen.

Eine kostenlose Führung erfolgt in den Räumen des Museums für Konkrete Kunst und Design (Tränktorstr. 6-8) zur Ausstellung „Becoming MKKD – Vom Planen und Entstehen eines Museums“. Hier ist eine Anmeldung erforderlich.

Zwei weitere Führungen gibt es zu dem Thema „Durch die Poterne zur Flankenbatterie“, auch hierfür ist eine Anmeldung nötig.

Verschiedene weitere Führungen in der Sebastiankirche (Sebastianstr. 27, geöffnet nur zu den Führungen) im Kavalier Hepp (Auf der Schanz 45) und im Marieluise-Fleißer-Haus (Kupferstr. 18) bieten einen Blick hinter die Kulissen dieser jahrhundertealten Bauten und runden das Programm zum Tag des offenen Denkmals ab.

Auch das KAP 94 (Jahnstr. 1a) – ein ehemaliges Abwehrbollwerk, das jetzt als Kunst- und Veranstaltungszentrum für Kunst- und Kulturprojekte dient – bereichert das Programm mit Führungen und Musikprogramm.

Klassiker wie der Münsterturm und die denkmalgeschützten städtischen Museen können am Denkmaltag wieder kostenlos besichtigt werden.

Es wird dringend empfohlen festes Schuhwerk zu tragen, da die zu besichtigenden Objekte zum Teil unter schwierigen Bedingungen zugänglich sind bzw. sich im Baustellenzustand befinden.

Aus räumlichen Gründen und zu Gunsten einer besseren Verständlichkeit ist die Teilnehmerzahl bei einigen Objekten begrenzt. Bei einigen Gebäuden gelten zudem verkürzte Öffnungszeiten.

Das vollständige Programm des Aktionstages mit den Hinweisen zu den Objekten und Öffnungszeiten gibt es auch unter folgendem Link:  Tag des offenen Denkmals 2026 am Sonntag, 13. September

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Datum

Sep. 13 2026

Uhrzeit

10:00 - 19:00

Standort

Ingolstadt

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