Spieletipps für den Herbst: Gemeinsam gewinnen oder verlieren

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    Führungen “Hinterkaifeck” und “Schrobenhausen – eine Stadt mit Reiz”

    Unter dem Titel „Vollmondwanderung Tatort Hinterkaifeck“ führt eine zweieinhalbstündige Wanderung an den Ort eines bis heute nicht aufgeklärten Mehrfachmordes: nach Hinterkaifeck. Die Führung startet...

    Kunst im Treppenhaus – virtuelle Galerie ist online

    Es ist ein einzigartiges Projekt: Im Zuge der anstehenden Instandhaltungsarbeiten hat sich die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt (GWG) etwas ganz Besonderes einfallen lassen: 15 Treppenhäuser...

    Jubiläumsshow von Heike Fischers Tanz-Zirkus

    Kaum etwas ist so mitreißend wie die Kombination aus Musik und Bewegung: Der Tanz! Emotionaler Musical Jazzdance, romantisches Ballett und moderner Contemporary Dance erwarten...

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    Wenn die Blätter von den Bäumen fallen, es abends früher dunkel wird – dann ist es genau die richtige Zeit, um sich miteinander im Wohnzimmer bei Kerzenlicht und eingepackt in Woll-Pullis an gesellschaftlichen Spielen zu erwärmen. Seit einigen Jahren im Trend sind kooperative Spiele, bei denen die Spielgruppe ein gemeinsames Ziel verfolgt.

    Wer sich in einer Buchhandlung den Spiele-Tisch ansieht, dem fällt gleich die Fülle an sogenannten Escape-Spielen auf. Dabei muss eine Gruppe aus einem verschlossenen Raum fliehen. Die Spielenden lösen gemeinsam ein Rätsel nach dem anderen, um schließlich die finale Knobelaufgabe zu meistern. Je schneller das Team dabei ist, desto besser fällt die Bewertung aus. Die Mutter aller Escape-Spiele ist die Exit-Reihe. Seit vielen Jahren überrascht das Autorenteam Inka und Markus Brand immer wieder mit neuen Ideen. Die Rätsel sind innovativ und nach wie vor von einer bemerkenswerten Qualität. Mit „Rätselspaß im Dschungel“ ist nun auch ein Exit-Spiel für Kinder veröffentlicht worden.

    Die Exit-Reihe ist erschienen im Verlag Kosmos. Preis pro Spiel ca. 15 Euro.

    Richtig episch geht es zu in der Schlacht von Runedar. Von allen Seiten werden wir angegriffen: Kobolde, Trolle, Orks – sie haben es auf den Schatz in der Festung Runedar abgesehen. Die Burg zu verteidigen macht nicht viel Sinn. Zu groß ist die Übermacht der Belagerer. Also, Loch in die Mauer graben und nix wie weg mit dem Gold. Als Zwerge haben wir da gewisse Übung …

    Das funktioniert nur, wenn wir uns gut absprechen und die besonderen Fähigkeiten ausnützen: Der eine kann gut mit dem Bogen schießen, ein anderer schaufelt, was das Zeug hält. Allerdings: Die Zeit läuft uns davon. Und mit jedem Angriff werden die Belagerer stärker. Da wird intensiv am Spieltisch diskutiert und um die beste Strategie gerungen. Mit etwas Übung und viel Kartenglück kann dann die Flucht tatsächlich gelingen. Das Spiel überzeugt mit seiner originellen Spielidee und dem fantastischen dreidimensionalen Aufbau.

    Die Schlacht von Runedar von Reiner Knizia ist erschienen im Verlag Ludonova. Es kostet ca. 47 Euro.

    Miteinander reden, sich austauschen, die richtige Taktik besprechen? Nicht so in Gorynich. Hier darf die Gruppe nicht sprechen, keine Silbe, allerstrengstens verboten! Die Handlung ist schnell erzählt: Es war einmal eine Prinzessin, die lebte friedlich zusammen mit dem Drachen Gorynich. Doch eines Tages taucht eine Horde wilder Ritter auf, um die Prinzessin zu befreien … Das wollen wir natürlich verhindern.

    Und so schlüpfen wir alle in die Haut des Drachen. Doch viele Köpfe verderben den Spielzug: Einen Schritt nach links, oder rechts, oder Feuer speien lassen … aber steht dann der Drache auf dem richtigen Feld? Das ist wirklich heftig. Das funktioniert nur mit höchster Konzentration.

    Gorynich von Arthur Viennot ist erschienen im Verlag Lifestyle Boardgames. Es kostet ca. 20 Euro.

    Über den Autor:

    Brettspielexperte Bernhard Löhlein stellt in Bayern mittendrin neue Spiele vor. Seit Jahrzehnten befasst sich der Ingolstädter Journalist (und Mitglied im Spieleclub Ali Baba) mit Brettspielen. Er ist auch Sprecher der Jury zum Spiel des Jahres.

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