Letzte Führung der Saison im Diözesanmuseum

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    Eine letzte exklusive Führung durch die Ausstellung „Im Herbst des Barock“ findet am Sonntag, 5. November, um 14 Uhr im Domschatz- und Diözesanmuseum statt – trotz Winterpause des Museums. Zwei geschnitzte Bildnisse, die Jesus als Baby zeigen sollen, waren die Besucher-Lieblinge der Ausstellung. Die beiden „Seelentrösterlein“ stellen Jesus als etwa Einjährigen dar. Katharina Hupp wird in der Reihe „Winterzeit MuseumsZeit“ durch die Ausstellung führen.

    Die beiden Bildnisse Jesu Christi zeigen Jesus im Kindchenschema, gekleidet in reicher barocker Kleidung. Eines der Gesichter zeigt bezaubernde kindliche Züge mit verschmitztem Lächeln und kräftig rot gemalten Bäckchen, die zweite Darstellung ist von ernsterem Charakter, trägt sie doch das Kreuz mit den Zeichen des Leidens Jesu Christi als Verweis auf die künftige Passion des Kindes.

    Die barocken Kleinode wurden aus den sorgfältig behüteten und bewahrten Sammlungen der Abtei St. Walburg für die Ausstellung zur Verfügung gestellt und verließen damit zum ersten Mal seit ihrer Entstehung Mitte des 18. Jahrhunderts die Klostermauern. Derartige, meist in Holz geschnitzte oder als Gliederpuppen ausgeführte Darstellung des kindlichen Jesus erhielten die meist jungen Frauen beim Eintritt ins Kloster als Abschiedsgeschenk von ihren Eltern und sollten sie fortan ein Leben lang begleiten. Der Name „Trösterlein“ ist einerseits damit zu erklären, dass durch die kindliche Darstellung der Trennungsschmerz der jungen Novizin von ihrer Familie und von der weltlichen Gesellschaft gemildert und in der Abgeschiedenheit der klösterlichen Welt Trost gespendet werden sollte. Eine ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung der Christuskinder als „himmlischer Bräutigam“ oder „himmlischer Hausherr” verweist auf einen weiteren Aspekt, nämlich die mystische Hinwendung zum Jesuskind in Gebet und Meditation und damit den Aufbau einer geistigen Verbindung in ewiger Treue zum „himmlischen Bräutigam“.

    Weitere Informationen zum Domschatz- und Diözesanmuseum gibt es unter www.dioezesanmuseum-eichstaett.de. (pde)

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