Eichstätts erster Abstimm-Aschenbecher

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Tippen mit Kippen ist das Motto des sogenannten Kippster, der nun in der Luitpoldstraße am Bolca-Platz montiert wurde. Das Prinzip ist einfach: Wer seinen Zigaretten-Stummel loswerden will, kann ihn nicht nur einfach in einen Mülleimer werfen – sondern mit der „Kippe“ beim Einwerfen links oder rechts im Abstimm-Aschenbecher Kippster gleich noch bei einer Frage seine Meinung kundtun.

Der Gedanke dahinter ist der Versuch, wild entsorgten Kippen, zum Beispiel auf dem Boden oder auch in den Pflanztrögen, den Kampf anzusagen. Denn diese „einfach“ weggeworfenen Zigaretten belasten bekanntlich nicht nur über die Reinigung den städtischen Haushalt, sondern vor allem die Umwelt. Der Umweltschutz war auch die Motivation der drei Schülerinnen eines Projektseminars am Gabrieli-Gymnasium, die das Projekt initiiert und umgesetzt haben. Gemeinsam mit ihrem betreuenden Lehrer Michael Seitz kamen sie auf die Stadt Eichstätt zu, die die Schülerinnen natürlich gerne, zum Beispiel mit dem passenden Standort, aber auch dem Unterhalt wie Leeren und Reinigen in Zukunft unterstützt. Finanziell unter die Arme gegriffen hatte dem Projekt auch die Stiftung der Sparkasse Eichstätt.

Bleibt die Frage: Welche Frage darf es denn sein? Den Schülerinnen gebührt natürlich das Auswahlrecht für die erste Frage, die die Raucher/-innen mit ihren Kippen vor Ort künftig beantworten können. Dazu hatten sich die drei schon Gedanken gemacht. Etwas mit Eichstätt-Bezug sollte es schon sein, und auch gerne zur Jahreszeit passen. In ein paar Tagen kann per Kippster-Entscheid also abgestimmt werden: „Was magst du lieber in Eichstätt – Weihnachten oder Fasching?“ Die Fragen sind im Kippster immer wieder tauschbar. Wer kreative und gerne regionale Frage-Ideen hat, kann sich gerne an die Stadtverwaltung unter hauptamt@eichstaett.de wenden.

Oberbürgermeister Josef Grienberger war beim Ortstermin begeistert vom Kippster: „Jedes Mal, wenn ein Zigarettenstummel einfach auf den Boden geschmissen und dann zum Beispiel vom Regen ausgewaschen wird, können tausende Chemikalien freigesetzt werden. Eine Kippe kann dabei bis zu 40 Liter Frischwasser verunreinigen! Deswegen ist jede Kippe, die richtig entsorgt wird, ein kleiner Schritt hin zu einer saubereren Umwelt. Ganz zu schweigen davon, dass die Zigarettenstummel zwischen dem Kopfsteinpflaster unsere schöne Stadt verschandeln. Ich hoffe, dass möglichst viele diese spielerische Lösung annehmen und so unsere Stadtreinigung und auch die Umwelt entlasten.“ (st-ei)

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