Aus den Tagebüchern von Etty Hillesum
Die Tagebuchaufzeichnungen und Briefe der niederländischen Jüdin Etty Hillesum, die 1943 in Ausschwitz ermordet wurde, sind ein ungewöhnliches und gleichzeitig faszinierendes Zeitzeugnis der Schoah.
Den zunehmenden Verfolgungen durch den Nationalsozialismus tritt die junge Philosophin darin mit ihrer von tiefem Humanismus geprägten Liebe zum Leben und ihrem Glauben an das Gute im Menschen entgegen und plädiert für radikale Menschlichkeit.
Kraft für den inneren Widerstand schöpft Etty Hillesum aus ihrem Glauben und der philosophischen und theologischen Tradition des Abendlands. Ihre berührenden Texte finden dabei eine überkonfessionelle, auf menschliche Grundwerte hin orientierte Sprache, die heute noch ein Vorbild sein kann.
In der szenischen Lesung am 19. März (18 Uhr) im Spiegelsaal der Kolping Akademie in Ingolstadt zeichnet Wolfgang Osiander (KEB Ansbach) das Leben Etty Hillesums mit historischen Erläuterungen nach, während das Schauspielerpaar Claudia Dölker und Hartmut Scheyhing ihren inneren Monologen eine einfühlsame Stimme verleiht.
Mit bald heiterer, bald melancholischer Klezmermusik umrahmt die Würzburger Musikgruppe „Allegro ma non troppo“ (Birgit Hutzel – Akkordeon, Percussion, Flöte; Uli Preu – Gitarre, Violine; Hermann Tzschaschel – Gitarre; Siegfried Hutzel – Cello, Kontrabass) die nachdenklichen Texte.
EINTRITT FREI – Spenden erwünscht
