Mittagsvisite: Dreiecktuch nach Esmarch
Am Dienstag, 31. März, um 12.30 Uhr lädt das Deutsche Medizinhistorische Museum wieder zu einer halbstündigen Mittagsvisite ein. Sammlungsleiter Dr. Unterkircher stellt diesmal ein „Dreiecktuch nach Esmarch“ vor. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Der Kieler Chirurg Friedrich von Esmarch (1823-1908) erkannte während seiner Tätigkeit als Militärarzt in den 1860er Jahren, wie wichtig eine schnelle Erstversorgung verwundeter Soldaten im Felde war. Daraufhin entwickelte er ein einfaches und schnell anwendbares Verbandstuch, das auch Laienhelfern eine unkomplizierte Möglichkeit zur Erstversorgung in die Hand gab. Das Dreiecktuch war leicht herzustellen, platzsparend zu transportieren und für viele Zwecke einsetzbar, etwa zur Ruhigstellung von Armen oder als Kopfverband. Schnell wurde es zum fixen Bestandteil militärischer und ziviler Erste-Hilfe-Ausbildung.
In der Mittagsvisite zeichnet Unterkircher das bewegte Leben Friedrich von Esmarchs nach, dessen 1882 erschienenes Lehrbuch „Die erste Hülfe bei plötzlichen Unglücksfällen“ in zahlreiche Sprachen übersetzt und noch bis 1931 aufgelegt wurde. Er erläutert auch, was es mit den bildlichen Darstellungen verwundeter Soldaten auf der Vorderseite des Tuches auf sich hat.
