Mittagsvisite: Kolorimeter nach Crecelius-Seifert
Am Dienstag, 7. April, um 12.30 Uhr lädt das Deutsche Medizinhistorische Museum zu einer halbstündigen Mittagsvisite ein. Museumsdirektorin Professor Marion Ruisinger stellt diesmal das „Kolorimeter nach Crecelius-Seifert“ vor. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.
Mit dieser Mittagsvisite setzt Museumsdirektorin Professor Marion Ruisinger eine kleine Serie fort, bei der es um Geräte zur Untersuchung des Blutes geht. Den Anfang machte im Oktober ein „Hämozytometer“, mit dem die roten und weißen Blutkörperchen unter dem Mikroskop gezählt werden können; es folgte im Februar das „Hämometer“ nach Hermann Sahli, mit dem sich der Gehalt des Blutes an rotem Blutfarbstoff (Hämoglobin) bestimmen ließ.
Das diesmal vorgestellte „Kolorimeter nach Crecelius-Seifert“ wurde Ende der 1920er Jahre entwickelt. Es ermöglicht die Bestimmung des Blutzuckers mit Hilfe der Kolorimetrie (Farbvergleich) – eine Untersuchung, die auch im kleinen Labor einer Hausarztpraxis durchgeführt werden konnte. In den 1920er Jahren stand auch erstmals Insulin zur Behandlung von Diabetes zur Verfügung – die Entwicklung von Diagnostik und Therapie gingen somit Hand in Hand.
