Mittagsvisite: Tesla-Energieplatten

    Am Dienstag, 4. November, um 12.30 Uhr lädt das Deutsche Medizinhistorische Museum zu einer halbstündigen Mittagsvisite ein. Sammlungsleiter Dr. Alois Unterkircher stellt ein Objekt vor, das an der Schnittstelle von Medizin und Esoterik verortet werden kann: die „Tesla-Energieplatten“. Die Veranstaltung findet nur vor Ort statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

    Bei den Tesla-Energieplatten handelt es sich um anodisierte Aluminiumplatten, die im esoterischen Fachhandel verkauft werden. Sie sollen angeblich positive Energie vermitteln und vor Elektrosmog schützen. Wissenschaftlich nachweisbare Effekte gibt es dafür jedoch nicht. Die Hersteller der Platten berufen sich zum einen auf den Technik-Pionier Nikola Tesla, der sich nicht nur mit physikalischen Fragen zur elektrischen Energieübertragung und -speicherung beschäftigt hat, sondern auch mit eher obskuren Experimenten zur Steigerung menschlicher Energie.

    Zum anderen verweisen sie auf den „Mehrwellenoszillator“, den der russisch-französische Ingenieur Georges Lakhovsky in den 1920er-Jahren entwickelt hat. Lakhovsky ging von der Idee aus, dass Zellen durch elektromagnetische Strahlung in Schwingung gebracht werden können. Der Oszillator sollte diese „natürliche Zellschwingung“ stimulieren, ihre Vitalität stärken und v. a. bei chronischen Erkrankungen regenerierend wirken. Auch diese Wirkungen sind wissenschaftlich nicht belegt.

    In der Mittagsvisite fragt Unterkircher nach den Hintergründen der modernen Energieplatte und des historischen Oszillators, der heute als pseudowissenschaftliches Gerät aus der Frühzeit der Elektromedizin gilt.
    Die halbstündige Veranstaltung findet statt im Seminarraum „Christa Habrich”. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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    Datum

    Nov. 04 2025
    Abgelaufen!

    Uhrzeit

    12:30 - 13:00

    Standort

    Deutsches Medizinhistorisches Museum Sonderausstellungsraum

    Kategorie

    Veranstalter

    Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt
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