Museumsreife körperliche Hinterlassenschaften

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Bei der halbstündigen „Mittagsvisite“ im Deutschen Medizinhistorischen Museum am Dienstag, 3. März, um 12.30 Uhr geht es um eine Milchzahnbrosche – und um noch viel mehr. Mit dieser Mittagsvisite wird zugleich eine Mini-Ausstellung eröffnet: „Alles muss raus! Körperliche Hinterlassenschaften. Jeden Monat neu!“. Ermöglicht wurde dieses Projekt in Zeiten knapper Kassen durch die „Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Medizinhistorischen Museums Ingolstadt e. V.“.

Das Team des Deutschen Medizinhistorischen Museums spielt schon länger mit dem Gedanken, die „Kulturgeschichte der menschlichen Körperausscheidungen“ zum Thema einer großen Jahresausstellung zu machen. In der Museumssammlung finden sich dazu reichlich interessante und kuriose Objekte. Auch einen Titel gab es schon dafür: „Alles muss raus!“. Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt Ingolstadt ist die Realisierung allerdings in weite Ferne gerückt. Auch die für April 2026 ursprünglich geplante Ausstellung zur Elektrotherapie musste um ein Jahr verschoben werden. Sie wird erst im Frühjahr 2027 eröffnen.

Um die Türen zum Sonderausstellungsraum nicht ganz schließen zu müssen, machte das Museumsteam aus der Not eine Tugend. Statt einer großen „Alles muss raus!“-Ausstellung gibt es nun nur eine Vitrine, die jeden Monat neu bestückt wird, von März bis Dezember. Das spart Ressourcen und macht trotzdem Spaß. Das aktuelle „Alles muss raus!“-Objekt wird immer in einer Mittagsvisite vorgestellt.
Für das Frühjahr stehen folgende Themen auf dem Programm und in der Vitrine: Milchzähne am 3. März, Darmklistier am 14. April und Blähungen am 5. Mai.

Für die Teilnahme an den Mittagsvisiten ist keine Anmeldung nötig, der Eintritt zu den Mittagsvisiten und zur „Alles muss raus!“-Vitrine im Eingangsbereich des Sonderausstellungsraumes ist frei

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