True Crime: Der Mordfall Prandtner
Ingolstadt um 1800: Eine Witwe und ihre beiden Töchter werden brutal ermordet. Zwei österreichische Soldaten werden festgenommen, gestehen die Tat und werden hingerichtet. Damit scheint der Fall abgeschlossen. Doch waren die beiden Männer tatsächlich die Täter?
Dieser historischen Frage widmen sich die beiden Stadtführerinnen Silvia Münzhuber und Ute Lottes in einer spannenden Veranstaltung der Volkshochschule Ingolstadt.
Der dreifache Mord an der Witwe Helena Prandtner und ihren beiden Töchtern erschütterte Ingolstadt im Jahr 1800. Die Ermittlungen jener Zeit führten rasch zu zwei österreichischen Soldaten. Sie gestanden die Tat und wurden schließlich hingerichtet. Überliefert ist der Fall damit als aufgeklärtes Verbrechen. Doch ein genauerer Blick auf die historischen Quellen wirft Fragen auf: Welche Beweise gab es tatsächlich? Wie entstanden die Geständnisse? Und wie würde ein solcher Fall heute kriminalistisch bewertet werden?
Silvia Münzhuber und Ute Lottes nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit auf eine Spurensuche durch das Ingolstadt um 1800. Anhand überlieferter Quellen, historischer Bilder und Ansichten der Stadt entsteht ein lebendiges Bild der damaligen Zeit – und zugleich die spannende Frage, ob die damaligen Ermittler wirklich den richtigen Tätern auf der Spur waren.
Dabei geht es nicht nur um einen spektakulären historischen Kriminalfall. Die Veranstaltung zeigt auch, wie sich Ermittlungsmethoden, Beweisführung und der Umgang mit Geständnissen im Laufe der vergangenen zwei Jahrhunderte verändert haben. Was damals als Beweis galt, muss aus heutiger Sicht möglicherweise ganz anders bewertet werden.
Die Veranstaltung findet am Freitag, 23. Oktober, von 18.30 bis 20 Uhr an der vhs Ingolstadt, Hallstraße 5, statt. Eine frühzeitige Anmeldung über die vhs wird empfohlen. Restkarten sind – sofern verfügbar – an der Abendkasse erhältlich. Die Gebühr beträgt 13 Euro. Minderjährige können nur in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen.
