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    Die Ausstellung ist klein – aber die Sensation, die sie zeigt, ist durchaus groß: Im Jura-Museum auf der Willibaldsburg gastiert gerade ein Raubsaurier aus Ellingen bzw. seine Überreste und die sich daraus ergebene Neuentdeckung: Hier handelt es sich um den weltgrößten Trias-Dinosaurier!

    Der Fund kam bereits 1962 bei Kanalarbeiten während eines Hausbaus in Ellingen ans Licht: „Diese Knochen waren nicht die schönsten und eigneten sich nicht direkt für Jurassic Park,“ erklärte die wissenschaftliche Leiterin des Jura-Museums Dr. Christina Ifrim bei der Ausstellungseröffnung. Sie landeten daher im Regal der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie. Über 60 Jahre später hat sich der Paläontologe Prof. Dr. Oliver Rauhut der fossilen Überreste angenommen und zusammen mit seiner Doktorandin Alexandra Reutter das „Urvieh“ analysiert – mit überraschendem Ergebnis: Der Raubsaurier aus der Trias (vor ca. 252 bis 201 Millionen Jahren) war ein ziemlicher Brummer! Um das zu verdeutlichen, wird den nachgebildeten Knochenfragmenten (aus dem 3D Drucker) das Gesamtskelett eines typisches Trias-Vertreters gegenüber bzw. darüber gestellt. „Bisher war die Lehrmeinung: In der Trias sind die Dinosaurier entstanden und in der Jurazeit sind sie groß geworden“, so Christina Ifrim. Aber dieses Exemplar – das noch keinen Namen trägt –  ist viermal so groß wie der Theropode Coelophysis, der für die Trias typisch ist.

    Die „Pocket Exhibition“ bietet nicht nur „Saurierknochen zum Anfassen“, sondern auch Einblicke in die Arbeit der Paläontologen. Interaktive Stationen ermöglichen es, Knochenfragmente zu untersuchen und Einblicke in die Lebenswelt des Sauriers zu gewinnen. Auch Prof. Dr. Oliver Rauhut und Alexandra Reutter kommen an einer Medienstation zu Wort.

    Diese Art der kleinen, mobilen Ausstellung mit modernen Interaktions-Möglichkeiten wurde durch das GeoForum entwickelt. Dieses Gemeinschaftsprojekt der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) erprobt neue Vermittlungswege für den geplanten Neubau des Departments für Geo- und Umweltwissenschaften in München. Ziel ist es, die Öffentlichkeit in einen Dialog über aktuelle Forschung einzuladen. Bis Anfang Mai kann man das auf jeden Fall noch im Jura-Museum tun.

    Kurz notiert:
    NEUER RAUBSAURIER AUS ELLINGEN
    Pocket Exhibition des GeoForums
    Jura-Museum
    Willibaldsburg, Eichstätt
    bis Mai 2026
    www.jura-museum.de

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