Burgenstraße führt nun nach Eichstätt

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    Dass in Zukunft auf der Willibaldsburg in Eichstätt auch Trauungen möglich sein werden, ist fest geplant. Aber schon jetzt hat Oberbürgermeister Josef Grienberger vor Ort eine „Ehe“ geschlossen, nämlich die zwischen der Stadt und der Burgenstraße. Seit 1. Januar darf sich die Barock-, Bischofs- und Universitätsstadt zu den Mitgliedern der renommierten Ferienstraße zählen. Beim Pressetermin im Restaurant „Das Willibald“ auf der Burg wurde deutlich, dass es genau diese „Dreifaltigkeit“ von Barock, Bischofssitz und Universität ist, die es den Verantwortlichen bei der Burgenstraße unmöglich machte, den „Heiratsantrag“ aus Eichstätt abzulehnen.

    „Eichstätt hat viel zu bieten, was es in der Burgenstraße in der Form bisher nicht gibt. Diese fantastische Kombination von der Willibaldsburg mit der historischen Altstadt, mit dem Dom und dem barocken Stil – das konnten wir in der Burgenstraße so nicht bieten. Deswegen sind wir sehr froh, dass Eichstätt jetzt Teil unserer starken Gemeinschaft geworden ist “, erklärte Markus Naser, Oberbürgermeister der Stadt Rotenburg ob der Tauber und Vorsitzender des Burgenstraße e.V. Um Neumitglied Eichstätt (und den zweiten Neuzugang Spalt) in die Burgenstraße zu integrieren, ist eine neue Südschleife durch das Fränkische Seenland und den Naturpark Altmühltal entstanden. Dazu müssen nun der Routenverlauf der Straße (bislang 780 Kilometer, jetzt 840 Kilometer) sowie der Radweg „Burgenstraße“ (bislang 860 Kilometer, jetzt 960 Kilometer) angepasst und ausgeschildert werden.

    Bei der Beschäftigung mit Eichstätt ist auch Katharina Tank, Geschäftsführerin des Burgenstraßen-Trägervereins, auf den Geschmack gekommen: „Hier gibt es richtig viel zum Anschauen und Erleben. Und das macht auch Freude, das zu bewerben und den Gästen zu vermitteln, schaut – wir haben hier ein ganz tolles neues Ziel!“ Im vergangenen Sommer war sie bei der Mitgliederversammlung des Tourismusverbands Franken auf den Eichstätter Touristikchef Lars Bender getroffen, der als „Burgenstraßen-Einfädler“ fungierte. „Wir selber wäre nicht unbedingt auf die Idee gekommen, diese Südschleife zu machen,“ erklärte sie. „Das war seine Idee!“ Im Expressverfahren wurde anschließend die Stadt – ein einstimmiger Stadtratsbeschluss lag vor und 18 000 Euro sind im Haushalt 2026 für den Beitritt engestellt – in die Burgenstraße aufgenommen. „Ich bin überzeugt, dass uns die Burgenstraße massiv weiterbringen wird – vor allem in der Zielgruppe der Kulturinteressierten“, betonte Lars Bender.

    Josef Grienberger überreichte den Gästen nicht nur zwei Stadtführer, sondern lud sie auch zur privaten Turmführung mit dem OB ein.

    Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Eichstätt. Nach Corona, zwei Großbaustellen (Dom und Burg) und Umbrüchen in der Branche könne man nun wieder positiv nach vorne schauen, erklärte Josef Grienberger. Nun Teil der Burgenstraße mit ihrer enormen Strahlkraft werden zu können, dafür sei man dankbar.

    Auch der Naturpark Altmühltal werde von der Mitgliedschaft der Stadt Eichstätt profitieren, erklärte Naturpark-Geschäftsführer Christoph Würflein am Rande des Pressetermins.

    Am Ende geht es darum, Gäste zu generieren, die in Eichstätt Geld ausgeben. Dafür soll nun die Marketing-Macht der Burgenstraße genutzt werden. Im Fall von Rothenburg ob der Tauber hat das schon längst funktioniert: „Wir werden jetzt 34 000 japanische Touristen bekommen… das denke ich jetzt nicht,“ scherzte Josef Grienberger im Gespräch mit Bayern mittendrin. Aber durch die Burgenstraße können nun die Besonderheiten der Stadt mit ihren Museen, der Natur, der Geologie, der Kirchengschichte und dem Barock noch stärker nach außen getragen werden.

    Über die Burgenstraße:
    Im März 1954 schlossen sich die Städte Mannheim, Heidelberg, Heilbronn, Rothenburg o.d.T., Ansbach und Nürnberg zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Ihr Ziel war es, die attraktiven Ferien- und Ausflugsgebiete links und rechts dieser Verbindung, die damals als einzige in West-Ost-Richtung verlief, touristisch zu erschließen. Inzwischen sind über 45 Kommunen und einzelne Monumente als Mitglieder eingetragen. Mehr als 60 historische Gebäude und Ruinen können entlang der Strecken entdeckt werden.

    Mehr: www.burgenstrasse.de
    https://www.facebook.com/Burgenstrasse
    https://www.instagram.com/burgenstrasse/

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