Die Entwicklung des größten Moorgebiets in Bayern bewegt die Menschen – und ist nun Thema bei einer Filmreihe. In Kooperation mit den Gemeinden Pöttmes, Ehekirchen und Langenmosen zeigen das Donaumoos-Team und der Donaumoos-Zweckverband den Streifen „Das Donaumoos – Veränderung einer Landschaft“ von Filmemacher Dieter Wieland. Zu sehen ist der Film am Donnerstag, 5. März, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus des Ehekirchener Ortsteils Hollenbach, am Mittwoch, 11. März, ab 19.30 Uhr im Kultursaal des Pöttmeser Rathauses sowie am Donnerstag, 12. März, ebenfalls ab 19 Uhr im Gasthaus Baderwirt in Langenmosen. Der Eintritt ist jeweils frei, anschließend sind Diskussionsrunden geplant.
Kaum eine andere Landschaft in Bayern ist in den vergangenen 200 Jahren so stark vom Menschen geprägt worden wie das Donaumoos. Sorgte dort noch Mitte des 18. Jahrhunderts ein klassisches Niedermoor für unwirtliche Lebensbedingungen, so stellt das Moos heute einen attraktiven Lebensraum im näheren Umfeld zu Neuburg und Ingolstadt dar, in dem rund 17.000 Menschen ihre Heimat gefunden haben. Aber diese Entwicklung hat nicht nur positive Auswirkungen. So wurde durch die jahrhundertelange Trockenlegung des Donaumooses der Grundstein für die Besiedlung und die intensive landwirtschaftliche Nutzung gelegt – jedoch mit massiven Folgen für den Torfkörper. Der Verlust von wertvollem Ackerboden, Trockenheiten, aber auch immer häufiger Überschwemmungen stellen Mensch und Natur vor Herausforderungen.
Diese Problemlage hat Dieter Wieland vor drei Jahrzehnten filmisch aufgegriffen. In knapp 45 Minuten beleuchtet der Film „Das Donaumoos – Veränderung einer Landschaft“, der im Februar 1996 erstmals im Bayerischen Fernsehen zu sehen war, diesen einzigartigen Natur- und Landschaftsraum und seine Menschen. (nd-sob)
