Heiter-beschwingte Musik prägt das Programm des diesjährigen Frühjahrskonzerts, zu dem die Orchesterinitiative Ingolstadt am 2. Mai 2026 um 19:00 Uhr herzlich in das Kulturzentrum neun (Elisabethstraße 9a) in Ingolstadt einlädt. Das Motto „Reich mir die Hand, mein Leben“ ist eine Anleihe aus Mozarts berühmtem Duett „Là ci darem la mano“ aus der Oper Don Giovanni. Was steht auf dem Programm? Die Veranstalter informieren:
Den Auftakt bildet die Salzburger Sinfonie Nr. 2 in B-Dur von W. A. Mozart, die Anfang 1772 entstand. Einem einleitenden Andante folgen ein lebhafter Mittel- und ein schwungvoller Finalsatz mit tänzerischem Einschlag. Diesen Charakter tragen auch die „Fünf Deutschen Tänze mit sieben Trios und Coda“ (D 89) von Franz Schubert. Beide Komponisten waren zur Zeit der Entstehung ihrer Werke erst 16 Jahre alt und steckten voller jugendlichem Tatendrang. Während Mozart sich an der italienischen Unterhaltungsmusik orientierte, spiegeln Schuberts Tänze die typische Wiener Tradition wider, die Schubert sein Leben lang mit einer einzigartigen Mischung aus Melancholie und Lebensfreude pflegte.
Ein besonderer Höhepunkt unter unserem Konzertmotto ist das Konzertstück Nr. 2 g-Moll für Klarinette und Orchester von Franz Danzi. Wir freuen uns sehr, Ihnen für dieses Werk eine herausragende Solistin präsentieren zu dürfen: Unsere Klarinettistin, Julia Vogel, stammt aus Ingolstadt und hat ihr Studium am renommierten Mozarteum in Salzburg absolviert. Danzi, ein großer Mozart-Verehrer, schrieb hierfür Variationen über das berühmte Duett „Reich mir die Hand, mein Leben“. Das Stück besticht durch spieltechnische Brillanz, eine unterhaltsame Medienkombinatorik quer über die Gattungsgrenzen hinweg und jenen unvergesslichen „Aha“-Effekt, wenn das Publikum aus der Klarinette plötzlich die verführerische Einladung des Don Giovanni heraushört – ein betörendes musikalisches Spiel.
Dass die Sache bei Mozart nicht gut ausgeht, weiß man ja. Bei uns, an diesem Frühlings-Samstagabend, sieht es anders aus: Im zweiten Teil erklingt die Streichersuite in G-Dur des britischen Komponisten Christopher Wilson aus dem Jahr 1899. In ihren sechs Sätzen – vom prachtvollen Prélude bis zum tänzerischen Rigaudon – entfaltet sie eine faszinierende Verbindung aus spielfreudigem musikalischen Historismus und der spätromantischen Klangsinnlichkeit eines Zeitgenossen Gustav Mahlers, dessen Musik ebenfalls durch eine enorme emotionale Tiefe und orchestrale Opulenz geprägt ist. Zum Abschluss laden die zwei Walzer op. 54 von Antonín Dvořák zum Träumen ein. Diese 1880 komponierten Stücke gelten als besonders eingängig und melodiös; sie sind von jenem slawischen Geist durchdrungen, der Dvořáks Stil weltweit so beliebt machte und der die Walzer bis heute zu einer der schönsten Zugaben der Kammermusikliteratur macht.
Karten gibt es bei https://www.theos-tickets.de/produkt/reich-mir-die-hand-mein-leben/ und im Musikhaus Kornprobst als auch an der Abendkasse für 19 €, erm. 7 € für Schüler/Studenten/Behinderte; freie Platzwahl. (oi)
