Historische Gießkannen in Hofstetten

Hotel Tipps

Forgotten Dreams mit dem Ingolstädter Salonorchester

Forgotten Dreams - unter diesem Titel lädt das Symphonische Salonorchester Ingolstadt am 14. April 2024 um 17 Uhr zu einem besonderen Konzertabend ein. Das...

Bildstockradeln mit dem Landvolk im Altmühltal

Zum „Bildstockradeln“ am Samstag, 23. Juli, lädt die Katholische Landvolkbewegung (KLB) im Bistum Eichstätt ein. Treffpunkt ist um 9 Uhr an der Spindeltalruine bei...

In Eichstätt tanzen 2023 die Schäffler

Der erste Tanz „gehört“ dem Bischof. So ist es Tradition bei den Eichstätter Schäfflern. Und so werden sie am 6. Januar 2023 unter den...

weitere Artikel

Teilen

Es gibt Gegenstände, die begleiten einen ein ganzes Leben. Dazu gehört auch die Gießkanne. Nicht selten beginnt ihre Karriere schon als Spielzeug im Sandkasten, dann wird sie im Garten, auf dem Balkon und am Fensterbrett gebraucht. Schließlich ist sie fester Teil unserer Friedhofskultur. Historische Gießkannen, die vor dem Siegeszug des Kunststoffs im Einsatz waren, stehen im Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung im Jura-Bauernhof-Museum in Hofstetten.

Dazu haben zwei Sammler ihre „Schätze“ ins Museum gebracht. Josef Eitler aus Ochsenfeld ist einer von zwei Gießkannen-Experten, die ihre Exponate zur Verfügung gestellt haben. Er ist spezialisiert auf die Schneiderkannen, die ab 1876 in Stuttgart – Feuerbach produziert wurden. Viele davon sind auch heute noch auf Friedhöfen zu finden. Und weil der Friedhofsbesucher nicht immer ehrlich ist, hat man beim Hersteller schon früh erkannt, dass es Sinn macht, das Wort Friedhof groß auf die Kanne zu prägen. Und es gibt ja noch so viel zu lernen. Über Gießkannen. Zum Beispiel, dass die englische Kanne weniger Tragekomfort als die französische Kanne bietet. Dass es so viele unterschiedliche Kannentypen gibt, etwa die Hängebrettkanne, die Rosenkanne  oder die Bonsai-Kanne. Oder dass der Gartenschlauch das Gießverhalten geändert hat. Oder dass Gießkannen bis heute auch als Kinderspielzeug beliebt sind.

Der zweite Kannensammler, der hier ausstellt, ist der Gartenbautechniker Jürgen Naumann aus Buxheim. Vor ihm ist aber auch keine Kanne sicher, so hat er zum Beispiel ein Exemplar aus dem Garten des ehemaligen Eichstätter Diözesanbaumeisterns mitgenommen – mit dessen ausdrücklicher Erlaubnis. Und gerade zur Ausstellungseröffnung ist ihm noch ein Exemplar von zwei Besuchern ausgehändigt worden.

Wer sich jetzt die Kanne geben will, ist im Jura Bauernhof Museum in Hofstetten an der richtigen Stelle. Die Schau „Die Gießkanne macht den Anfang“ ist bis 18. Oktober zu sehen.

Übrigens: Wenn Sie jetzt Gießkannen zuhause, bei den Eltern oder Großeltern unter die Lupe nehmen: schauen Sie genau hin, ob eine sechs Liter Schneiderkanne dabei ist. Das ist sowas wie die Blaue Mauritius unter den Gießkannen. (ma)

Anzeige