Kanupolo: spritziger Spitzenklasse-Sport

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Es schäumt, es spritzt. Der Weiher gerät in Wallung. „Daniel, du gehst jetzt auf links außen!“ ertönt es von der Wasseroberfläche. Ja, hier wird Kanupolo gespielt! Beinahe täglich sind auf dem Weiher an der Sudetenstraße in Neuburg Mitglieder des Donau Ruder Club beim Training zu entdecken. Gerade ist es die Jugend, die unter der Anleitung ihres Trainerduos Sarah Burgau und Moritz Graßl ein Match absolviert. „Ecke!“ ruft der Trainer. Kennt man vom Fußball. „Kanupolo ist besser als Fußball!“ ertönt es aus den Reihen der jungen Spieler.

Aber was ist eigentlich Kanupolo? Mit Pferden wie beim „richtigen Polo“ hat das nichts zu tun, hier trifft Handball auf Rugby im Wasser. Jeder Spieler sitzt in einem Kanu, ist mit Helm (inkl. Visier), Schwimmweste, Spritzdecke und natürlich einem Paddel ausgestattet. Dann wird zweimal 10 Minuten fünf gegen fünf gespielt und wer die meisten Tore geschossen – besser geworfen – hat, ist der Sieger. Der Ball darf mit den Händen oder mit dem Paddel geworfen, gefangen und geführt werden, aber den Gegner mit dem Paddel zu schlagen ist verboten. Die Tore hängen in zwei Metern Höhe über dem Wasser, es gibt kein Penalty- oder Elfmeterschießen, sondern das Golden Goal entschiedet.

„Kanupolo ist ein Ganzkörpersport“, erklärt Sarah Burgau, die wie ihr Trainerkollege Moritz Graßl vom Rennsport zum Polo gekommen ist und gerade das Teamwork sehr schätzt: „Hier kämpft jeder für jeden.“ Voraussetzung für Schüler wie Erwachsene: Die Sportler müssen schwimmen können. Und die Beherrschung der Eskimorolle ist dann auch zwingend nötig, um am Turniergeschehen teilzunehmen. Beim Kanupolo sind Kraft, Ausdauer und Kondition gefragt, dazu die Fähigkeit in einem wackeligen Boot die Koordination zu meistern und den Überblick zu behalten. „Es ist ein Sport, den nicht jeder macht und der zu mir passt“, findet Konrad Rein und Teamkollege Valentin Bader ist von seiner ersten Saison im Kanu begeistert: „Ich bin eine Wasserratte!“

Einmalig in Bayern

Der DRC Neuburg ist in der kommenden Saison mit fünf Mannschaften (Schüler/innen, Jugendspieler/innen, Damen, Herren II, Herren I) am Start. Das ist in Bayern einmalig. Die erste Herrenmannschaft strebt dabei den Aufstieg in die 1. Kanupolo Bundesliga an. Stolz ist man auch auf die Nachwuchsarbeit im Verein: Die „Neuburger Gewächse“ Mia Pitsch und Helena Krieger (beide 17 Jahre alt), Teammitglieder der Damenmannschaft, sowie Liam Schneider (16 Jahre) gelten als die großen Nachwuchstalente des Vereins. Mia und Helena waren dieses Jahr bereits bei Sichtungslehrgängen für die U21 Nationalmannschaft.

Saisonabschluss mit Speed im Brandlbad

Wer Kanupolo live und in Farbe erleben will, der sollte sich am 26. oder 27. September im Neuburger Brandlbad einfinden. Hier findet das inzwischen international etablierte Neuburger Speedpolo Turnier statt (hier spielen vier gegen vier). Der Eintritt ist frei, Zuschauer sind herzlich willkommen. Und wer Lust auf den Sport bekommen hat, der ist gern gesehen: „Wir freuen uns immer über Nachwuchs!“ betont  Sarah Burgau. (ma)

Kurz notiert:
Donau Ruder Club Neuburg
Kanupolo
Oskar-Wittmann-Straße 5
86633 Neuburg
www.drcn.de
Kontakt: info@drcn.de

 

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