Feierlicher Gottesdienst und Fest der Begegnung: Zur Amtseinführung seines neuen Bischofs Christian Würtz lädt das Bistum Eichstätt herzlich ein. Am Sonntag, 4. Oktober, entsteht in Eichstätt im Zusammenspiel mit dem Kirchweihmarkt so ein Fest in der ganzen Stadt.
Der feierliche Gottesdienst im Eichstätter Dom beginnt um 13.30 Uhr. Der Einzug wird vom Fanfarenzug begleitet. Den Gottesdienst eröffnet Erzbischof Herwig Gössl, Leiter der Kirchenprovinz Bamberg, zu der das Bistum Eichstätt gehört. Zu den weiteren Konzelebranten gehören unter anderem Kardinal Reinhard Marx, Bischof Michael Gerber als Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Stephan Burger, Bischof em. Gregor Maria Hanke und Diözesanadministrator Alfred Rottler. Aus den Partnerbistümern nehmen Generalvikar Nestor Niyokindi aus dem Bistum Gitega in Burundi und Generalvikar Radek Jurnečka aus dem tschechischen Bistum Leitmeritz teil.
Nach der Eröffnungsfeier wird der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Hubertus van Megen, die päpstliche Ernennungsurkunde überreichen. Anschließend wird Christian Würtz als 83. Bischof von Eichstätt die Kathedra in Besitz nehmen. Die Kathedra ist der Bischofssitz in der Kathedralkirche und steht für den besonderen Dienst des Bischofs an der Einheit und Leitung des Bistums, sowie des Verkündigungsdienstes. Neben dem Hirtenstab, dem sichtbaren Zeichen der Sorge für die ihm anvertrauten Gläubigen, wird dem neuen Bischof auch das Rationale überreicht. Dabei handelt es sich um eine besondere Auszeichnung, die der Papst seit dem 9. Jahrhundert einzelnen Bischöfen verliehen hat. Heute wird das Rationale weltweit nur noch von zwei Erzbischöfen und zwei Bischöfen getragen, darunter dem Eichstätter Bischof. Auch der heilige Willibald wird meistens mit einem Rationale dargestellt.
Zum Gottesdienst gehören außerdem die Bekundungen der Gemeinschaft im Bischofskollegium sowie mit Vertretern der Priester und Diakone, der hauptamtlich in der Seelsorge und im Bistum Tätigen und der Gläubigen. Sie machen die Verbundenheit der verschiedenen Gruppen im Bistum sichtbar und stehen für die gemeinsame Verantwortung und Zusammenarbeit in der Zukunft.
Zahlreiche Ehrengäste aus Gesellschaft und Politik werden an dem Gottesdienst teilnehmen. Unter anderem haben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Innenminister Joachim Herrmann ihr Kommen zugesagt. Der Dom ist am Samstag für die Proben geschlossen und wird am Sonntag voraussichtlich gegen 12.30 Uhr geöffnet, so dass die Mitfeiernden bereits vor Beginn des Gottesdienstes Platz nehmen können. Wenn die maximale Zahl der Plätze im Dom erreicht ist, können die Gläubigen in die Schutzengelkirche ausweichen. Dort wird der Gottesdienst live übertragen. Außerdem wird in der Schutzengelkirche eine Gebärdensprachdolmetscherin die Feier übersetzen. Für gehörlose Menschen sind die vorderen Bänke reserviert.
Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes übernehmen der Eichstätter Domchor, die Schola Gregoriana, die Jugendkantorei, Domorganist Martin Bernreuther und Domkantorin Deborah Faul unter der musikalischen Gesamtleitung von Domkapellmeister Manfred Faig. Der Bayerische Rundfunk überträgt den Gottesdienst live im Fernsehen und im Internet. Im Anschluss an den Gottesdienst sind Grußworte vorgesehen.
Danach geht es mit der Eichstätter Stadtkapelle zum Leonrodplatz. Beim Fest der Begegnung von 16 bis 18 Uhr lädt das Bistum dazu ein, bei Essen und Getränken miteinander ins Gespräch zu kommen. Bischof Christian Würtz möchte dabei Gläubige kennenlernen und mit ihnen in den Austausch kommen. Mit verschiedenen Mitmach-Stationen zeigt das Bistum, wie vielfältig Kirche ist und wie viele Lebensbereiche sie berührt. Engagiert, offen und kreativ: So können die Mitfeiernden Kirche und ihre Zukunft unmittelbar erleben. Unter anderem gibt es die Möglichkeit, Postkarten an den Bischof zu schreiben, ihm eine Sprachnachricht mit Wünschen für seine Amtszeit zu hinterlassen und gemeinsam ein großes Kirchenfenster zu gestalten. Das Ziel des Fests der Begegnung: Kirche nicht nur erklären, sondern sie erlebbar machen.
Am Wochenende vom 3. und 4. Oktober findet ebenfalls der von Pro Eichstätt organisierte Kirchweihmarkt in Eichstätt statt. Diözesanadministrator Alfred Rottler ist gespannt: „Ich freue mich sehr auf das große Fest zur Amtseinführung von Bischof Christian Würtz. Es ist schön, wenn viele Menschen aus unserem Bistum nach Eichstätt kommen und dieses besondere Ereignis gemeinsam feiern. Dass an diesem Sonntag zugleich Kirchweihmarkt ist, passt gut dazu. So wird die Amtseinführung nicht nur ein Fest für die Kirche, sondern für die ganze Stadt.“
Da zur Amtseinführung und zum Kirchweihmarkt mehrere Straßen und Parkplätze gesperrt sind, bittet das Bistum darum, die großen Parkplätze am Volksfestplatz und am Freiwasser zu nutzen und von dort zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu kommen. Die Stadt Eichstätt bietet einen regelmäßigen Shuttle-Service vom Volksfestplatz in die Innenstadt an. (pde)
