Meereslust? Hafenstädte und Seefahrt in der Antike

Am Mittwoch, 23. September 2026, laden das kelten römer museum manching und der Keltisch- Römische Freundeskreis Manching e. V. um 18:00 Uhr zur nächsten Ausgabe der monatlichen Vortragsreihe »Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte« ein. Zu Gast ist Prof. Dr. Stefan Feuser von der Universität Bonn. Der Titel seines Vortrags lautet: »Meereslust. Hafenstädte und Seefahrt in der Antike«. Angesichts des aktuellen Kinoerfolgs von Christopher Nolans »Die Odyssee« könnte das Thema kaum aktueller sein.

Ein prägendes Element der griechisch-römischen Kultur war ihre Ausrichtung auf das Mittelmeer, über das Handel getrieben, Kulturgüter und Ideen ausgetauscht und Kriege geführt wurden. Schiffe und Seefahrt waren in antiker Zeit bereits hoch entwickelt, die bekannte Welt stand über das Mittelmeer hinweg eng miteinander in Verbindung. Hafenstädte waren dabei die entscheidende Schnittstelle zwischen den Lebensräumen Land und Wasser. In Häfen konnten Seefahrzeuge und ihre Besatzung geschützt ruhen, warten sowie Nahrungsmittel und Wasser aufnehmen. Schiffe konnten be- und entladen werden, Reisende konnten sich einschiffen und an Land gehen.

In seinem spannenden Vortrag stellt Stefan Feuser aktuelle Forschungen zu Hafenstädten im Mittelmeerraum vor. Die komplexe Beziehung zwischen einer Hafenstadt und dem Naturraum Küste kann exemplarisch an der Hafenstadt Ephesos in der heutigen Türkei erläutert werden. In einem Zeitraum von 700 v. Chr. bis 500 n. Chr. verlagerte sich die Küstenlinie kontinuierlich, wodurch die Häfen der Stadt regelmäßig verlagert und umgebaut werden mussten.

Eine wichtige Innovation für den Bau von Hafenanlagen stellte die Erfindung des hydraulischen opus caementicium – des römischen Betons – am Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. dar. Durch die Beigabe von sogenannten Puzzolanen konnte er unter Wasser abbinden. Welche neuen Möglichkeiten dieser Baustoff für die Errichtung von Molen und Wellenbrechern eröffnete, wird am Beispiel des Hafens von Caesarea Maritima im heutigen Israel deutlich.

Der Bau von Hafenanlage und damit die Sicherung der Seefahrt war eine Aufgabe, die vor allem hellenistische Könige und römische Kaiser mit großem Aufwand betrieben haben. So wurden für die Versorgung Roms im Mündungsgebiet des Tiber mehrere Hafenbecken und ein System von Kanälen angelegt, dessen Größe und ausgeklügeltes logistisches Konzept im Vortrag näher erläutert werden.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist am 23.09.2026 bis zum Beginn des Vortrags geöffnet. Eine Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.

  • 00

    Tage

  • 00

    Stunden

  • 00

    Minuten

  • 00

    Sekunden

Schlagwörter:

Datum

Sep. 23 2026

Uhrzeit

18:00 - 20:00

Standort

kelten römer museum manching
kelten römer museum manching, Im Erlet 2, 85077 Manching
Webseite
http://www.museum-manching.de

Kategorie

Veranstalter

kelten römer museum manching
E-Mail
info@museummanching.de
Webseite
http://www.museum-manching.de

Weitere Veranstalter

Keltisch-Römischer Freundeskreis Heimatverein Manching e.V.
Telefon
08459 7521
E-Mail
info@krfk.de
Webseite
http://www.krfk.de
QR Code