Wie sah Ingolstadt im Mittelalter aus?
Wie hat die Herzogstadt Ingolstadt vor mehr als 500 Jahren tatsächlich ausgesehen? Diese Frage beschäftigt Historiker und Stadtinteressierte seit Generationen – schließlich sind aussagekräftige topografische Darstellungen aus dieser Zeit kaum erhalten. Am Donnerstag, 29. Oktober, um 18.30 Uhr stellt Hans Fegert an der Volkshochschule Ingolstadt sein neues Buch „INGOLSTADT zwischen dem Spätmittelalter und der Renaissance“ vor und zeigt dabei erstmals eine Rekonstruktion des mittelalterlichen Stadtbilds in 110 KI-generierten Fotos.
Selbst in der berühmten „Schedelschen Weltchronik“ von 1493 mit ihren über 1.800 Holzschnitten fehlt eine Darstellung Ingolstadts, und auch die älteste erhaltene Stadtansicht von 1519 liefert kaum verwertbare Details. Die wichtigste Grundlage für eine Rekonstruktion bildet das kulturhistorisch bedeutende Sandtner-Modell von 1571. Moderne KI-Technologie eröffnet nun neue Möglichkeiten, das mittelalterliche Ingolstadt möglichst realitätsnah sichtbar zu machen: Auf Basis historischer Stiche, Gemälde, Fotografien, archäologischer Erkenntnisse und des Sandtner-Modells sind fotorealistische Rekonstruktionen entstanden.
In seinem PowerPoint-Vortrag nimmt Hans Fegert die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Zeitreise in das mittelalterliche Ingolstadt und vermittelt einen lebendigen Eindruck davon, wie die Herzogstadt vor über 500 Jahren ausgesehen haben könnte – wobei die Betonung ausdrücklich auf „könnte“ liegt.
Die Buchvorstellung findet im Rudolf-Koller-Saal der vhs Ingolstadt, Hallstraße 5, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erwünscht, aber nicht erforderlich.
