Bischof Hanke: Friede versöhnt und verbindet

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    „Frieden mit sich selbst zu schließen, um dem großen Frieden zu dienen“: Dazu hat Bischof Gregor Maria Hanke die Christen im Weihnachtsgottesdienst am Sonntag, 25. Dezember, in der Eichstätter Schutzengelkirche aufgerufen. Die Weihnachtsbotschaft laute: „Du Mensch, Du Christ, mach es wie dein Gott! Werde immer mehr Person nach Gottes Plan, entwickle dich, damit unter uns Friede werde.“ Weihnachten lade ein, Wege des Friedens zu gehen.

    Kein anderes Fest im Kirchenjahr ist nach den Worten des Eichstätter Bischofs so mit der Botschaft des Friedens verbunden, wie Weihnachten. Die Sehnsucht nach Frieden sei ungebrochen groß. Spaltungen, Streit, Hass und Kriege bedrohten das Zusammenleben und die Existenz vieler Menschen. „Der Schöpfergott hat uns ein Menschsein in Liebe und Frieden zugedacht. Wir Menschen werden diesem Auftrag viel zu selten gerecht“, sagte Hanke in seiner Predigt. Hass, Gewalt und Aggression seien zerstörerische Kräfte, die aus der menschlichen Gebrochenheit entstünden. „Wir geben ihnen Raum, weil wir als Verwundete der Illusion folgen, dass sich das menschliche Ego durch Stolz verwirklicht“, so Hanke. Die Gier nach Macht sowie der blinde Glaube an den wissenschaftlichen Fortschritt und ökonomische Selbstgefälligkeit könnten Masken dieser Illusion sein. Die Armseligkeit der Krippe des göttlichen Friedensbringers stehe dazu als Gegenprogramm. „Der Friede Gottes unterbricht den falschen Selbstbehauptungsdrang des Menschen. Friede wächst aus der Haltung der Demut, aus dem Wissen um die eigene Begrenztheit und Gebrochenheit“, führte der Bischof aus. Die gesunde Selbstrelativierung sei Fundament, auf dem sich der Friede Gottes unter Menschen ausbreiten könne. Friede brauche erfüllte, in sich und in Gott ruhende Menschen. Friede sei kein Produkt ethischer Vereinbarungen, das menschlich konstruiert werden könne, Friede sei auch nicht Kompromiss. Politik und Gesellschaft versuchten durch ethisch-moralische Appelle und durch Kompromisse in Konflikten Befriedung zu erreichen. Allerdings schafften Einsicht und vernunftgeleitetes Handeln allenfalls Befriedung durch Interessensausgleich. Der Friede Christi ist nach Hankes Worten mehr als ein Kompromiss, mehr als Gutmenschentum und humanistischer Appell: „Die Friedensbotschaft von Betlehem verweist auf das beginnende Reich Gottes durch die Kraft, die das Kommen des Gottessohnes in der Krippe ausstrahlt. Diese Kraft wandelt und heilt das Personsein und führt uns unseren Schöpfungsauftrag neu vor Augen. Hiermit beginnt der Friede.“

    Bereits in der Christmette in der Heiligen Nacht, am 24. Dezember, ebenfalls in der Schutzengelkirche stellte der Eichstätter Bischof das Thema Frieden in den Mittelpunkt seiner Ansprache. „Das Weihnachtsgeschenk des Kindes in der Krippe an uns ist die Verheißung des Friedens, den der Himmel geben will. Gottes Sohn wurde Mensch, um Gott und Welt miteinander zu versöhnen, zu befrieden und dem Frieden unter den Menschen zu dienen“, sagte Hanke. Die Frage sei, ob dieses Geschenk auf Erde ankomme oder seine Annahme verweigert werde. Nicht nur Unfriede in Familien, sondern auch eine Atmosphäre des Hasses in Teilen der Gesellschaft oder der entsetzliche Krieg in der Ukraine gehörten zur Realität. „Friede ist kein bloßes Wohlgefühl, sondern ein kraftvoller Zustand, der versöhnt und verbindet“, betonte der Eichstätter Bischof. Das Kind in der Krippe offenbare den Menschen, worin die Kraft des Friedens bestehe. „Der große Gott macht sich klein, der Allmächtige wird ein hilfloses, schwaches Kind, den Reichtum des Himmels tauschte er gegen die Armseligkeit der Krippe. Mit dieser Entäußerung legt er sein Wesen offen: es ist Liebe. Er kommt, um einfach zu lieben mit einer Liebe, die dient“, so Hanke. „Gott hat uns im Mensch gewordenen Gottessohn den Weg zum Frieden gewiesen. Weihnachten lädt jede und jeden ein, mit dem Kind in der Krippe Wege des Friedens zu gehen.“ (pde)

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