Ideen für Eichstätt im Büro für die Bürgerschaft

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    Erstmals beteiligte hat sich das Büro für die Bürgerschaft der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt am Kunst- und Kulturfestival „Stadt, Land, Kunst“. Rund 250 Interessierte besuchten die neuen Räume am Marktplatz und gestalteten gemeinsam eine Ideen-Ausstellung für eine lebenswerte und zukunftsfähige Stadt. Die Besucherinnen und Besucher hatten die Möglichkeit, eigene Bilder in unterschiedlichen Medien wie Zeichnung oder Malerei zu entwerfen, miteinander ins Gespräch zu kommen und zu diskutieren, wie Lebensqualität und Nachhaltigkeit gefördert werden können.

    Die Bilder, die zum Eichstätter Kulturwochenende entstanden sind, bringen konkrete Bedarfe und Wünsche zum Ausdruck. Sie betreffen zum Teil sehr konkrete Herausforderungen wie die Müllvermeidung in der Innenstadt, barrierefreie Gehwege, gerade dort, wo in der Altstadt Kopfsteinpflaster liegt, das Sport- und Freizeitangebot oder die „Semmeltaste“ für Kurzparker. Andere Bilder visualisierten abstraktere Vorstellungen einer begrünten Stadt, den Erhalt der Artenvielfalt oder die Hoffnung darauf, dass Ausgrenzung und Diskriminierung durch einen offenen, integrierenden Umgang der Menschen miteinander wieder stärker zurückgedrängt werden können.

    Die gestalteten Bilder wurden jeweils direkt in die Ausstellung in den Räumen am Marktplatz einbezogen und hierdurch selbst wieder zum Ausgangspunkt für Gespräche. Sie riefen Zustimmung, aber auch Widerspruch hervor, und regten dazu an, von eigenen Erfahrungen und Vorstellungen zu berichten. Diskutiert wurden dabei aktuelle Entwicklungen in Stadt und Region, zum Beispiel der Rückgang von Ladenlokalen im Stadtzentrum oder, wie eine Wiederbelebung des Industriegebiets in der Sollnau gelingen kann. In zwei Tagen ist durch die Beteiligung zahlreicher Besucherinnen und Besucher so eine Ausstellung entstanden, die zum Abschluss rund 120 Bilder umfasste.

    Fotos: Metten/upd

    „Viele berichten bei der Arbeit an ihren Bildern auch von früheren Beteiligungsprozessen, an denen sie teilgenommen hatten. Das zeigt uns: Bürgerbeteiligung ist im gesellschaftlichen und politischen Alltag angekommen,“ so Dr. Thomas Metten, der das KU-Büro für die Bürgerschaft mit initiiert hat. In den Gesprächen wurde auch deutlich, ob Beteiligungsprozesse als gelungen wahrgenommen wurden und wo sich Erwartungen nicht erfüllt hatten. „Solche Erfahrungen sind sicher enttäuschend, aber auch wichtig, um zu lernen, wie unterschiedliche Erwartungen zusammengebracht werden können. Gelingt das nicht, ist das oftmals ein Zeichen dafür, dass die Prozessqualität verbessert werden muss.“

    Mit dem Büro für die Bürgerschaft hat die Universität einen Begegnungsraum geschaffen, in dem Menschen aus Stadt und Region gleichberechtigt über wichtige Fragen des Zusammenlebens und der zukünftigen Entwicklung diskutieren können. Die Räume sollen für alle Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen erreichbar und zugänglich sein. „Unser Ziel war es daher auch, das im Sommer neu ins Leben gerufene Büro im Rahmen des Kulturfestivals weiter bekannt zu machen, das Signal in die Öffentlichkeit auszusenden: das ist ein Ort für alle in der Stadt, bringt Euch ein und teilt gerne Eure Erfahrungen mit anderen,“ so Metten.

    Gegründet wurde das Büro für die Bürgerschaft im Juni gemeinsam von KU, Stadt und Landkreis Eichstätt. Durch Ausstellungen, Workshops und Beteiligungsprozesse soll das Büro auch künftig dazu dienen, eine Kooperationskultur zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Politik, Verwaltung, zivilgesellschaftlichen Akteuren und Universität zu etablieren. (udp)

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