„Stabat Mater“ im Eichstätter Dom

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Am Freitag, den 24. Januar, findet im Eichstätter Dom ein Konzert der Jugendkantorei am Eichstätter Dom statt. Zur Aufführung kommt das „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi – einem der bekanntesten Werke der Barockmusik. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr unter der Leitung von Domkantorin Deborah Faul.

Die Veranstaltung ist Teil einer Tagung des Lehrstuhls für Dogmatik der Katholischen Universität Eichstätt zum Thema „Karfreitag: Theologie – Liturgie – Praxis“. Neben der Jugendkantorei wird ein Ensemble aus Absolventinnen und Absolventen des Instituts für

Historische Aufführungspraxis der Musikhochschule München musizieren. Die Gesangspartien übernehmen die Solistinnen Johanna Schumertl und Johanna Krödel.
Meinrad Walter, Theologe und Musikwissenschaftler aus Freiburg, wird eine Einführung geben. Er wird Einblicke in das historische und musikalische Umfeld von Pergolesis Komposition vermitteln und die Zuhörer einladen, die Musik im Kontext der geistlichen und menschlichen Themen des Werkes zu erleben.

Das „Stabat Mater“ von Pergolesi ist eine Vertonung der Leiden Marias unter dem Kreuz ihres Sohnes. Es zählt zu den bekannten Werken der Kirchenmusik aus der Barockzeit.
Der Eintritt zum Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten.

Pergolesi und das „Stabat Mater“
Giovanni Battista Pergolesi komponierte sein berühmtes „Stabat Mater“ im Jahr 1736, kurz vor seinem frühen Tod im Alter von nur 26 Jahren. Pergolesi schrieb das Werk für die Liturgie der Karwoche während eines Aufenthalts in einem Franziskanerkloster in Pozzuoli bei Neapel.

Das „Stabat Mater“ ist für Sopran, Alt, Streicher und Basso continuo gesetzt. Es basiert auf einem mittelalterlichen Gedicht, das die Schmerzen Marias unter dem Kreuz ihres Sohnes Jesus beschreibt. Pergolesis Vertonung zeichnet sich durch eine einzigartige Mischung aus opernhafter Dramatik und tiefer Frömmigkeit aus. Die Komposition besteht aus zwölf Sätzen, die in zwei Teile gegliedert sind.

Nach Pergolesis Tod erlangte das Werk schnell große Popularität und wurde zu einem der meistaufgeführten geistlichen Werke des 18. Jahrhunderts. Es inspirierte zahlreiche Bearbeitungen, unter anderem von Johann Sebastian Bach. Pergolesi selbst war zu Lebzeiten vor allem für seine Opern bekannt, insbesondere für das komische Zwischenspiel „La serva padrona“. Sein früher Tod trug zur Entstehung eines regelrechten Kults um seine Person bei. In der Folge wurden viele Werke fälschlicherweise Pergolesi zugeschrieben, um von seinem Ruhm zu profitieren.

Trotz seines kurzen Lebens hinterließ Pergolesi ein beachtliches Gesamtwerk, das neben Opern und geistlicher Musik auch Instrumentalwerke umfasst. Sein innovativer Stil, der barocke Elemente mit frühklassischen Tendenzen verband, hatte großen Einfluss auf nachfolgende Komponistengenerationen. (pde)

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