„Ein Traum verändert die Welt“ – mit dieser Botschaft endet das Kindermusical „Martin Luther King“ von Andreas Handtke. Zugleich bringt dieser Satz die zentrale Aussage des Werkes auf den Punkt: Mut, Zusammenhalt und die Hoffnung auf eine gerechtere Welt können Veränderungen bewirken. Am Samstag, 4. Juli, um 16 Uhr präsentieren der Domkinderchor und die Jugendkantorei B der Eichstätter Dommusik das Musical im Kolpingsaal. Der Eintritt ist frei.
Seit mehreren Monaten haben sich rund 25 Sängerinnen und Sänger des Domkinderchores auf die Aufführung vorbereitet. Die Kinder der dritten bis sechsten Klasse haben die Chorstücke und Solopartien mit großer Begeisterung einstudiert. Neben den musikalischen Proben wurde auch an Spielszenen, Rollen und Kostümen gearbeitet. Ein engagiertes Kostümteam sorgt dafür, dass die verschiedenen Figuren und Zeitebenen auf der Bühne lebendig werden.
Das Musical erzählt die Geschichte des amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King und seines gewaltfreien Kampfes für Gleichberechtigung und Menschenwürde. Dabei beginnt die Handlung in der Gegenwart: In einem Schulbus wird ein Kind türkischer Herkunft von deutschen Mitschülern ausgegrenzt und diskriminiert. Von dieser Szene aus schlägt das Stück den Bogen zur Bürgerrechtsbewegung in den USA und zeigt die Parallelen zwischen den Erfahrungen von Kindern heute und dem historischen Einsatz Martin Luther Kings gegen Rassismus und Ungerechtigkeit. So bleibt die Botschaft des Musicals nicht auf die Vergangenheit beschränkt: „Das Musical verbindet musikalische Freude mit einer starken Botschaft: Kinder erleben, dass Mut und Zusammenhalt etwas verändern können“, sagt Domkantorin Deborah Faul. Damit füge sich die Aufführung thematisch in die diesjährige Willibaldswoche des Bistums Eichstätt ein, die unter dem Motto „Mut machen“ steht, so Deborah Faul, die die Inszenierung musikalisch und künstlerisch leitet. Unterstützt wird sie am Klavier von Domkapellmeister Manfred Faig.
Die Kinder bringen ein Musical auf die Bühne, das nicht nur musikalisch begeistert, sondern auch zum Nachdenken anregt. Wenn am Ende des Stückes der Chor „Ein Traum verändert die Welt“ singt, wird deutlich: Die Vision Martin Luther Kings von einer Gesellschaft, die von Gleichberechtigung, Frieden und gegenseitigem Respekt geprägt ist, hat bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren. (pde)
