Eichstätt feiert die Frau

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    Auch in diesem Jahr findet die Tradition der „Eichstätter Frauentage“ ihre Fortsetzung: In ihrer mittlerweile 11. Auflage und mit neuem Logo und Mediendesign bietet die beliebte Veranstaltungsreihe vom 5. bis 15. März 2026 ein vielfältiges Programmspektrum. Dank des Gewerbevereins proEichstätt e.V., der in Kooperation mit der Stadt Eichstätt die Federführung der Veranstaltung innehat, der Tourist-Information Eichstätt und einem ehrenamtlichen Organisationsteam ist vor und nach dem Weltfrauentag am 8. März wieder ein hochkarätiges Programm geplant, das von Ausstellungen, Lesungen, Kino und Kabarett über Veranstaltungen mit kritischen gesellschaftspolitischen Themen bis hin zu Aktionen im Einzelhandel reicht.

    Zur offiziellen Eröffnung der „11. Frauentage“ sind am Donnerstag, 5. März, 18.30 Uhr, alle BürgerInnen in die Schranne im Rathaus eingeladen, wo zugleich die Vernissage der Ausstellung des Eichstätter Fotoclubs und Künstlerinnen des Eichstätter Künstlerrings stattfindet. Die Qual der Wahl haben alle Besucherinnen des Frauentags dann am Freitag: Um 17 Uhr findet der ökumenische „Weltgebetstag der Frauen“ zum Themenland Nigeria statt, der in der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde gefeiert wird. Am gleichen Ort lädt die Welt-Brücke Eichstätt um 19.30 Uhr zu einer fairen Weinprobe mit Schokoladenverkostung ein, während im Haus der Jugend wieder die beliebte „Offene Bühne“ für junge Frauentalente jeder Art stattfindet.

    „Eichstätt verschenkt!“ und feMMarkt, Kabarett und Lesungen

    Ein Highlight am anderen reiht sich dann am Samstag, 7. März: In Zusammenarbeit mit der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg werden von 10 bis 14 Uhr in der Batzenstube der Stadtkirche nicht mehr gebrauchte Dinge jeder Art zum Herschenken und Mitnehmen angeboten. Flohmarktfans sind am Samstagabend ab 17 bis 22 Uhr wieder zum „feMMarkt“ von und für Mädchen und Frauen in die KHG eingeladen, wo auch das Thema Fast Fashion behandelt wird. Im Gabrieli-Palais veranstalten die Ukrainische Gemeinde und die Malteser um 18 Uhr eine außergewöhnliche Modenschau: Frauen verschiedenster Nationalität präsentieren Trachten und traditionelle Volkstänze.

    Stefanie Boltz ist auf der Kleinkunstbühne m Gutmann zu erleben. Foto: Boltz

    Ein weiterer Höhepunkt des Samstags findet im „Gutmann“ statt, wo Jazz- und Popsängerin Stefanie Boltz ab 20 Uhr ihr Programm „female“ präsentiert. Sie nimmt auf einer Reise durch die Jahrhunderte Musik von Frauen aus Mittelalter und Klassik, Pionierinnen des Blues, ‚Women in Jazz‘ sowie zeitgenössische Songwriterinnen in den Blick. Das kulturelle Angebot der Frauentage wird auch durch drei Lesungen, einen Vortrag und Kinofilme bereichert: In ihrer Lesung „Jede Menge (Un-)Gereimtheiten“ tischt Melanie Arzenheimer zum Weltfrauentag um 11 Uhr fiese Verse und komische Kurzgeschichten in der „mema Keramik“ auf. Auf zwei weitere Lesungen darf sich Frau freuen: In der Stadtbücherei bietet Andrea König wieder einen Märchenabend zum Thema „Liebe“, und am 15. März liest Autorin Anahí Ortega im Kinocafé aus ihrem Buch „Paraguay – Die vergessene Seele Südamerikas“.

    Zum traditionellen Frauenfilmabend am 10. März hat der Katholische Deutsche Frauenbund den neuen Cannes-Gewinnerfilm 2025 „Ein Kuchen für den Präsidenten“ ausgewählt, der im Irak der 1990er-Jahre spielt. Das Thema „Jüdische Lebenswege – das Schicksal der Eichstätterinnen Julie und Rosa Hänlein“ greift Maximilian Ettle am 9. März um 19 Uhr im Dompfarramt in seinem Vortrag mit Photographien und Dokumenten auf.

    Altersarmut und Minijob-Falle

    Interessante Bildungsangebote für Frauen halten das BayernLab ebenso wie weitere Referentinnen und die VHS Eichstätt-Ingolstadt bereit. Die Verantwortlichen des BayernLab informieren über die Themenfelder Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Astrid von Perponcher vom Rentenkompetenzcentrum Ingolstadt spricht über aktuelle Phänomene wie weibliche Altersarmut und die „Minijob“-Falle. Ihren Fokus auf weibliche Gesundheit setzt die VHS mit ihren Kursen „Wechseljahre“ und „Female Empowerment“. Auch sonst wird das Thema Gesundheit und Entspannung bei den „Frauentagen“ großgeschrieben: Samuel Harder führt in seinem Mitmachvortrag „Frauen in ihrer Kraft“ in die Grinberg-Methode ein. „Yoga und eine faire Reise durch die Welt“ mit Carmen Schmidt und Barbara Fischer stehen ebenso auf dem Programm wie ein „Klangbad“ zum Eintauchen und Auftanken mit Stefan Brenner, verschiedenste Angebote und Workshops von Gesundheitspraktikerin Monika Bauch im „Raum zum Sein“ in der Widmanngasse und ein Workshop zur bewussten Wahrnehmung von Therapeutin und Sozialpädagogin Yağmur Parlan.

    Kunst, Tanz und Schafkopf

    Zahlreiche Galerien sind ebenfalls beim Programm der „Frauentage“ beteiligt, etwa die Galerie Ahart, die am 8. März zur Vernissage der Ausstellung „Die Sprache der Blumen“ mit den Gastkünstlerinnen Genya Krikova (Aquarelle) und Magdalena Paukner (Glaskunst) einlädt, sowie die Galerie Cebulla, die Künstlerin Gabriele Kuschill mit ihrer Ausstellung „Richtungswechsel – Im Dialog mit Bild und Figur“ zu Gast hat. Auch die beliebte Stadtführung aus weiblicher Perspektive von der Tourist-Information und Tanzdarbietungen von Mia Luna finden ebenso wieder statt wie eine Abendliturgie der Gruppe „Kirche heute – auf der Suche“, die musikalisch von dem A-Cappella-Gesangsquartett „Frische Tönung“ gestaltet wird. „Spiel & Spaß für Frauen“ bieten die Malteser am 9.März bei einer interkulturellen Feier zum Frauentag. Und auch die Schafkopffans kommen wieder beim bewährten Schafkopfturnier im Vinzenzheim auf ihre Kosten, zu dem Organisator Norbert Pabsch am Sonntag, 15. März, einlädt. Wie immer halten die Eichstätter Einzelhändler wieder Überraschungsaktionen rund um die „Frauentage“ bereit.

    Details zum kompletten Programm sowie zu den Anmeldungen zu Veranstaltungen gibt es unter: www.eichstaett.de/veranstaltungsreihe/11_eichstaetter_frauentage-120/

    Das umfassende Programm des Hauses der Jugend zu den „Eichstätter Frauentagen“ findet sich zudem unter www.hausderjugend-eichstaett.de/feministische-kampftage-26. Ein Programmflyer wird ab Mitte Februar in die Verteilung gehen und online abrufbar sein. (dgk)

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