Festliche Klangbilder aus Spanien
Die beliebte Konzertreihe „Orgelmatinee um Zwölf“ in der Asamkirche Maria de Victoria setzt am Sonntag, 28. Juni, um 12 Uhr ihren Streifzug durch die großen Stilwelten der Orgelliteratur fort. Mit dem spanischen Organisten Carlos Paterson steht diesmal ein international ausgewiesener Spezialist für iberische Musik am Spieltisch.
Das Programm widmet sich der farbenreichen und klangprächtigen Orgelkunst Spaniens vom 16. bis zum frühen 18. Jahrhundert. Charakteristische Gattungen wie Tiento und Batalla spiegeln die stilistische Vielfalt und Ausdruckskraft dieser Epoche wider. Zu hören sind Werke von Joseph Ximénez, Luys de Narváez, Pablo Bruna, Sebastián Aguilera de Heredia sowie Joan Baptista Cabanilles, dessen „Batalla Imperial“ den festlichen Abschluss bildet.
Mit der „Batalla del 6º Tono“ von Ximénez und der berühmten „Canción del Emperador“ von Narváez eröffnen sich eindrucksvolle Klangbilder zwischen Renaissance und Frühbarock. Die virtuosen und kontrastreichen Tientos von Bruna und Aguilera de Heredia sowie die elegante „Corrente italiana“ von Cabanilles zeigen die stilistische Bandbreite dieser Epoche. Den Höhepunkt bildet schließlich die monumentale „Batalla Imperial“, ein klanggewaltiges Werk voller rhythmischer Energie und klanglicher Raffinesse.
Carlos Paterson zählt zu den profilierten Interpreten der spanischen Orgelmusik. Er ist Professor für Tasteninstrumente an der Universidad Internacional de Valencia (VIU), an der er auch promovierte, und wirkt als Organist an der Cabanilles-Monumentalorgel der Herz-Jesu-Basilika in Valencia. Seine Ausbildung erhielt er unter anderem bei Jan Willem Jansen, Olivier Baumont, Anna Jastrzebska und Antón García Abril.
Neben seiner regen internationalen Konzerttätigkeit auf bedeutenden Festivals in ganz Europa ist Paterson auch als Komponist hervorgetreten und wurde unter anderem mit dem XXXVI Cristóbal-Halffter-Kompositionspreis ausgezeichnet. Meisterkurse und Vorträge führten ihn unter anderem nach Schweden, Österreich und Belgien. Darüber hinaus engagiert er sich im künstlerischen Komitee des Internationalen Klavierwettbewerbs García Abril und ist Mitglied mehrerer wissenschaftlich-künstlerischer Gesellschaften. Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen dokumentieren sein vielseitiges künstlerisches Schaffen.
Das Programmheft 2026 mit allen Künstlerinnen und Künstlern der kommenden Matineen ist digital abrufbar unter www.kulturamt-ingolstadt.de/orgelmatinee. Hier sind auch die Termine bekannt gegeben, an welchen Sonntagen die Orgelmatineen stattfinden. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei, um Spenden wird gebeten.
