In Geisenfeld wird’s in der Walpurgisnacht mystisch

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Haben Sie schon mal etwas von einem „Leprechaun“ gehört? Dann waren Sie womöglich schon mal in Irland. Der Kobold ist einer der bekanntesten Naturgeister der Insel und dort eine echte Berühmtheit. Hierzulande trifft das (noch) nicht zu, aber zumindest in Geisenfeld haben Leprechaun, Banshee und Grogoch schon einen neuen „Freundeskreis“ gefunden.

Die Spielleut zu Geisenfeld entführen den Zuschauer am kommenden Samstag – es ist Walpurgisnacht – in die mythologische Welt Irlands. Und daran sind die Brüder Grimm nicht ganz unschuldig, erklärt Wolfgang Koch, der die Idee zu dieser szenischen Aufführung hatte und auch das Skript dazu beitrug: „Das ist aus den irischen Märchen der Brüder Grimm entstanden. Ich wusste gar nicht, dass es diese Märchensammlung gibt.“ Bei einem Ausflug mit seiner Frau nach Eisenach ist er auf das Buch gestoßen, das ihm so gut gefallen hat, dass er das Spiel „Mystisches Irland: Irische Märchen, irische Musik“ daraus entwickelt hat. „Das ist jetzt unser erstes eigenes großes Projekt mit den Spielleut zu Geisenfeld.“ Und so bevölkern nun unterschiedlichste Elfengestalten aus Irland den Klostergarten zu Geisenfeld.

Francesca Pane und Wolfgang Koch

„Es ist a bisserl morbide“, gibt Wolfgang Koch zu. Und ja: es todelt durchaus. Das hat sich auch bei der Probe im Klostergarten gezeigt. „Kommst du von da?“ fragte Regisseurin Regisseurin Francesca Pane. „Ich bin doch die Leiche,“ kam es zurück. Und so waren es noch etliche Details, an denen gefeilt wurde – von der idealen Platzierung des Pferdekopfs über den Einsatz der Nebelmaschine bis hin zum gemeinsamen Tanz.

Apropos Tanz: Musik gehört zur irischen Lebenswelt – auch der übersinnlichen – einfach dazu, deshalb sind die Sounds von der Insel (inkl. Dudelsack) ein wichtiger Teil des märchenhaften Abends. Sie erklingen zwischen den Geschichten (die Rolle der Erzähler übernehmen Wolfgang Koch und Fancesca Pane) über die fatale Suche nach dem „stillen Volk“ (so werden die Elfen genannt), über das wilde Hexenpferd oder auch den Wechselbalg.

Eintritt frei – aber es darf gespendet werden

Die Open-Air Vorstellung „Mystisches Irland: Irische Märchen, irische Musik“ findet am Samstag, 30. April um 20 Uhr im Klostergarten in Geisenfeld statt. (Bei schlechtem Wetter entfällt die Veranstaltung). Die Spielleut verlangen keinen Eintritt, bitten aber um Spenden für die Ukraine-Hilfe. Die Einnahmen werden dem Spendenkonto des Landkreises Pfaffenhofen zugeführt.
Eine weitere Aufführung ist für den 25. Juni auf dem Burgberg in Vohburg geplant. Infos zu den Spielleuten finden Sie unter: http://www.ilmgrund.de/Spielleut-zu-Geisenfeld

Ach: Und sollte sich gerade eine schwarzes Ross in Ihrer Nähe befinden, dann wäre ein Stoßgebet zum Heiligen St. Patrick angebracht… (ma)

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