kelten römer museum wieder geöffnet

    Hotel Tipps

    Tanztage22 in Ingolstadt: Jetzt ist Sommer

    Das zweite Modul der Tanztage22 mit dem Titel Sommer von 3. bis 7. Juli feiert eine Premiere. Für beide Veranstaltungen gibt es eine Kooperation mit dem Jungen Theater, die...

    Wenn der Designernachwuchs auf den großen Meister trifft

    Der Name Anton Stankowski ist nicht jedem ein Begriff. Aber sein Werk. Auch wenn man nicht weiß, wer dahinter steckt: Das Logo der Deutschen...

    Peter Maffay und Hendrikje Balsmeyer im E center Gaimersheim

    Musiker Peter Maffay und seine Lebensgefährtin Hendrikje Balsmeyer kommen am Samstag, den 1. Oktober, von 10:30 bis 14:00 Uhr vorbei. Im E center Gaimersheim...

    weitere Artikel

    Teilen

    Nachdem sich die Hochwasserlage in Manching wieder entspannt hat, ist das kelten römer museum manching wieder zu den üblichen Zeiten für das Publikum geöffnet. Somit können auch Veranstaltungen wieder durchgeführt werden. Am Mittwoch, den 26. Juni 2024, laden das Museum und der Keltisch-Römische Freundeskreis Manching e.V. nun zur nächsten Veranstaltung der beliebten Reihe »Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte« ein. Zu Gast ist Dr. Florian Knauß, der Direktor der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek in München. Er referiert ab 18:00 Uhr unter dem Titel »Zentren persischer Macht – Residenzen der Achämeniden in Aserbaidschan und Georgien« zu einem eigenen Forschungsprojekt.

    Ausgrabung der Residenz auf dem Gurban Tepe bei Karacamirli in Aserbaidschan.
    © Foto: Matthias Gütte

    Neuere Untersuchungen in den Kaukasusrepubliken haben unser Bild des Perserreiches unter der Dynastie der Achämeniden tiefgreifend verändert. In den vergangenen 30 Jahren machten Ausgrabungen und Lesefunde in Aserbaidschan und Georgien deutlich, dass diese Region seit dem ausgehenden 6. Jahrhundert v. Chr. unter persischer Herrschaft stand.

    Im Vergleich zu anderen Teilen des Weltreiches begegnet uns südlich der Kaukasushauptkette eine Fülle von Kleinfunden und Bauwerken, die erkennbar achämenidischen Vorbildern folgen. In dieser an Bodenschätzen und fruchtbaren Ackerflächen reichen Region wurden persische Einflüsse auf vielen Gebieten aufgenommen, was eindrucksvolle und nachhaltige Spuren im lokalen Kunsthandwerk hinterließ.

    Überraschend ist ferner die bemerkenswerte Dichte genuin persischer Monumentalbauten, etwa auf dem Gurban Tepe bei Karacamirli in Aserbaidschan, wo sich die Residenz eines achämenidischen Statthalters befand. Solche Bauten werfen ein ganz neues Licht insbesondere auf die Herrschaft des Großkönigs Xerxes I. (486–465 v. Chr.). Die Konsolidierungspolitik dieses Herrschers unmittelbar nach den epochalen Niederlagen gegen die Griechen bei Salamis und Platää 480/479 v. Chr. erscheint sinnvoll und konsequent – anders als es griechische Autoren anklingen lassen.

    Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist am 26. Juni 2024 bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet. Eine Anmeldung zum kostenfreien Vortrag ist nicht erforderlich. Infos unter www.museum-manching.de (krm)

    Anzeige