kelten römer museum wieder geöffnet

Hotel Tipps

Über 3.200 Kinder hüpfen durch die Weihnachtsferien

Pünktlich um 10 Uhr eroberten die ersten Kinder am Dienstagvormittag das mittlerweile 7. Hüpfburg-Paradies, und wenig später ging es schon hoch her in der...

Mörnsheim lädt zum Altmühltaler Lamm-Auftrieb ein

Es ist jedes Jahr eine echte Schau, wenn sich rund 1000 Lämmer, Schafen und Ziegen durch die historische Ortsmitte von Mörnsheim bewegen. Der Lamm-Auftrieb...

Glanz und Elend im Ingolstadt des 20. Jahrhunderts

Der Förderverein Stadtmuseum Ingolstadt e.V. hat mit Unterstützung der Sparda-Bank München zwei Gemälde für das Zentrum Stadtgeschichte angekauft. Die Neuerwerbungen sind eine Dokumentation der Stadt...

weitere Artikel

Teilen

Nachdem sich die Hochwasserlage in Manching wieder entspannt hat, ist das kelten römer museum manching wieder zu den üblichen Zeiten für das Publikum geöffnet. Somit können auch Veranstaltungen wieder durchgeführt werden. Am Mittwoch, den 26. Juni 2024, laden das Museum und der Keltisch-Römische Freundeskreis Manching e.V. nun zur nächsten Veranstaltung der beliebten Reihe »Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte« ein. Zu Gast ist Dr. Florian Knauß, der Direktor der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek in München. Er referiert ab 18:00 Uhr unter dem Titel »Zentren persischer Macht – Residenzen der Achämeniden in Aserbaidschan und Georgien« zu einem eigenen Forschungsprojekt.

Ausgrabung der Residenz auf dem Gurban Tepe bei Karacamirli in Aserbaidschan.
© Foto: Matthias Gütte

Neuere Untersuchungen in den Kaukasusrepubliken haben unser Bild des Perserreiches unter der Dynastie der Achämeniden tiefgreifend verändert. In den vergangenen 30 Jahren machten Ausgrabungen und Lesefunde in Aserbaidschan und Georgien deutlich, dass diese Region seit dem ausgehenden 6. Jahrhundert v. Chr. unter persischer Herrschaft stand.

Im Vergleich zu anderen Teilen des Weltreiches begegnet uns südlich der Kaukasushauptkette eine Fülle von Kleinfunden und Bauwerken, die erkennbar achämenidischen Vorbildern folgen. In dieser an Bodenschätzen und fruchtbaren Ackerflächen reichen Region wurden persische Einflüsse auf vielen Gebieten aufgenommen, was eindrucksvolle und nachhaltige Spuren im lokalen Kunsthandwerk hinterließ.

Überraschend ist ferner die bemerkenswerte Dichte genuin persischer Monumentalbauten, etwa auf dem Gurban Tepe bei Karacamirli in Aserbaidschan, wo sich die Residenz eines achämenidischen Statthalters befand. Solche Bauten werfen ein ganz neues Licht insbesondere auf die Herrschaft des Großkönigs Xerxes I. (486–465 v. Chr.). Die Konsolidierungspolitik dieses Herrschers unmittelbar nach den epochalen Niederlagen gegen die Griechen bei Salamis und Platää 480/479 v. Chr. erscheint sinnvoll und konsequent – anders als es griechische Autoren anklingen lassen.

Die Dauerausstellung des kelten römer museums ist am 26. Juni 2024 bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet. Eine Anmeldung zum kostenfreien Vortrag ist nicht erforderlich. Infos unter www.museum-manching.de (krm)

Anzeige