Zum mittlerweile 9. Mal trafen sich Vertreterinnen und Vertreter regionaler Museen zu einem „Runden Tisch der Museen aus der Region Naturpark Altmühltal“ dieses Mal im Informationszentrum Naturpark Altmühltal. Ziel der Veranstaltung war es, die Zusammenarbeit in der Region zu stärken und gemeinsame Perspektiven für die Museumslandschaft im Naturpark Altmühltal zu entwickeln.
Wie lassen sich Kulturgüter langfristig sichern und gleichzeitig einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 20 Museen und nutzten die Gelegenheit, um sich auszutauschen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Fachvortrag von Sybille Greisinger, Referentin für Digitalisierung bei der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern. Unter dem Titel „Von der Sammlung zur Online-Veröffentlichung“ zeigte sie auf, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche digitale Inventarisierung notwendig sind. Neben verschiedenen Inventarisierungssystemen stellte Greisinger Möglichkeiten vor, Sammlungen online sichtbar zu machen, und informierte über Förderprogramme für Digitalisierungsprojekte. Deutlich wurde dabei, dass Digitalisierung weit mehr bedeutet als das bloße Erfassen von Objekten. Einheitliche Dokumentationsstandards, sorgfältige Verschlagwortung und qualitativ hochwertige Datensätze bilden die Grundlage dafür, dass Sammlungen auch künftig wissenschaftlich nutzbar und für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben.
In diesem Zusammenhang wurde das Projekt „Historisches Gedächtnis 2.0“ des Landkreises Eichstätt und der Altmühl-Jura-Region kurz vorgestellt. Das Vorhaben verfolgt das Ziel, historische Bestände der beteiligten Kommunen systematisch zu dokumentieren und digital zu erfassen. Eine weitere Anregung hatte Dr. Tobias Schönauer für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Er zeigte auf, wie das Bayerische Armeemuseum in Ingolstadt Museum-Digital für sich nutzt. Die Plattform ermöglicht Museen, ihre Sammlungen online zu veröffentlichen und deutschlandweit sowie international mit anderen Einrichtungen zu vernetzen. Sie gewinnt insbesondere für kleinere Museen zunehmend an Bedeutung, da sie einen einfachen und kostenlosen Zugang zur digitalen Präsentation ihrer Bestände bietet.
Der nächste Runde Tisch ist bereits für Herbst 2026 im Museum Parsberg angesetzt und wird sich (auf die jüngste Sitzung aufbauend) mit digitalen Präsentationsmöglichkeiten für Museen beschäftigen. Aktuell laufen außerdem die Vorbereitung zur Museumsreihe „Winterzeit-MuseumsZeit“. (lra-ei)
