Frankenstein-Film in der Mittagsvisite

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Am Dienstag, 25. August, um 12.30 Uhr lädt das Deutsche Medizinhistorische Museum zu einer halbstündigen Mittagsvisite ein. Sammlungsleiter Dr. Alois Unterkircher steht dabei im Seminarraum „Christa Habrich” am Film-Vorführapparat: Es geht um einen Frankenstein-Film auf Super 8. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Am 30. August jährt sich der Geburtstag der englischen Schriftstellerin Mary Shelley (1797–1851). Sie ist durch den Roman „Frankenstein oder der moderne Prometheus“ für immer mit Ingolstadt verbunden, lässt sie ihren wissbegierigen Studenten doch hier studieren und in seiner Kammer das Geheimnis des Lebens entschlüsseln. Dr. Alois Unterkircher nimmt diesen Geburtstag zum Anlass, um in dieser Mittagsvisite ein cineastisches „Schmankerl“ vorzustellen: einen Frankenstein-Film auf Super 8.

Bevor Spielfilme auf Videokassette in den 1980er Jahren ihren Siegeszug antraten, war die Super-8-Filmkopie das „Kino des kleinen Mannes“. Die kleinen Filmrollen in den liebevoll gestalteten Pappschachteln ermöglichten es, große Kinoerfolge in einer Zeit mit nur wenigen Fernsehprogrammen zuhause zu erleben. Dank des wirtschaftlichen Aufschwungs und der einfachen Handhabung verbreiteten sich die Super-8-Filme und die dazugehörigen Projektoren sehr schnell. 1975 besaß bereits jeder sechste bis siebte Haushalt in Westdeutschland einen Super-8-Projektor. Typisch für dieses Filmformat waren die stark gekürzten Fassungen bekannter Kino-, Zeichentrick- und Dokumentarfilme, die oft nur eine Laufzeit von etwa 8 bis 20 Minuten hatten. Komplette Kinofilme auf Super 8-Film waren demgegenüber zu teuer in Produktion und Vertrieb.

Alois Unterkircher zeigt bei der Mittagvisite den Film „House of Frankenstein“ aus dem Hause „Castle Films“, das 1937 in New York gegründet wurde und zu den Pionieren des Heimkinos zählt. Dazu wird er den Filmprojektor anwerfen und in die Geschichte dieses Filmformats einführen.

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