
Hybride Mittagsvisite: Felma-Strahlenkissen
Am Dienstag, 22. Oktober, um 12.30 Uhr lädt das Deutsche Medizinhistorische Museum wieder zu einer halbstündigen hybriden Mittagsvisite ein – vor Ort und via Zoom. Dr. Alois Unterkircher stellt diesmal ein FELMA-Strahlenkissen vor. Die Teilnahme ist kostenlos.
Sogenannte Reizstrom-Apparate übten bis weit in die 1950er Jahre hinein eine große Anziehungskraft auf Kranke und Leidende aus. In der Mittagsvisite stellt Dr. Alois Unterkircher ein besonderes Kissen vor, das in Kombination mit solch einem elektrisch betriebenen Heilgerät die unterschiedlichsten Krankheiten – von Hämorrhoiden bis zur Nervenschwäche – zu heilen versprach. Die Hersteller der Reizstrom-Apparate warben zudem damit, dass die überforderten Nerven beruhigt und die geschwächten Körper mit neuer Energie versorgt würden.
In den 1920er Jahren brachte der Münchner Gerätehersteller FELMA ein Kissen auf den Markt, das die Zufuhr elektrischer Strahlen mit der damals ebenfalls hochaktuellen Radiotherapie kombinierte. Das Kissen konnte an einen gewöhnlichen Hochfrequenz-Apparat angeschlossen werden und sollte sowohl die Radiumstrahlen als auch den Reizstrom gleichmäßig im Körper verteilen. Man musste sich einfach auf das Kissen setzen oder legen, was das monotone Hin- und Herrollen der Handelektroden über den Körper überflüssig machte.
In der Mittagsvisite stellt Dr. Unterkircher dieses FELMA-Strahlenkissen näher vor und erläutert, warum elektrische Heilapparate damals eine derartige Faszination auf die Menschen ausübten.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Einwahldaten für Zoom-Gäste sind auf der Homepage www.dmm-ingolstadt.de zu finden (unter Aktuell / Alle Veranstaltungen).
