Tanztage22 in Ingolstadt: Jetzt ist Sommer

    Hotel Tipps

    Die Geschichte der Zeit im Zeitraffer

    Sie ist einfach so da, wir bekommen sie geschenkt und doch ist sie das Wertvollste, das wir haben. So hat die wissenschaftliche Leiterin des...

    Ein Hoch auf die Kartoffel

    Kartoffeln sind lecker, gesund und als wertvolles Lebensmittel vielseitig einsetzbar – ob als Hauptgericht oder als Beilage. Aber nicht nur in der Küche ist...

    Anträge zur Vereinspauschale erstmals online

    Der Freistaat Bayern fördert den außerschulischen Sport nach den Sportförderrichtlinien durch die sogenannte Vereinspauschale. Um in den Genuss der Förderung zu kommen, müssen Sport-...

    weitere Artikel

    Teilen

    Das zweite Modul der Tanztage22 mit dem Titel Sommer von 3. bis 7. Juli feiert eine Premiere. Für beide Veranstaltungen gibt es eine Kooperation mit dem Jungen Theater, die zugleich weitergeführt werden soll. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen das Thema zeitgenössischen Tanz zu erschließen.

    Den Auftakt der Tanztage22 Sommer gestaltet die Veranstaltung „Bewegtes Museum – Museum bewegt“ (Sonntag, 3. Juli, 21 Uhr, Alf Lechner Museum). Hier haben alle im Alter zwischen 14 und 99 Jahren die Möglichkeit, Teil eines performativen Projektes der beiden Choreographinnen Andrea Marton und Stephanie Felber zu werden.

    Ausgehend von den Werken und Räumlichkeiten des Museums werden gemeinsam über drei Tage eine site specific Performance-Installation gestaltet. In gemischten Konstellationen aus Duetten, Trios und Kleingruppen entwickeln die Choreographinnen mit den Teilnehmern/-innen kleine Szenen, geben Antworten auf die umgebende Kunst sowie Architektur und erweitern somit die Ausstellung durch eigene bewegte Szenen. Es entsteht eine Choreographie zwischen Kunstwerk und respondierender Bewegung. Begleitend dazu werden neue Perspektiven durch Videoprojektionen, die das Geschehen abbilden oder in Bezug setzen, eröffnet.

    Hierbei ist weniger tanztechnisches Können notwendig als Neugierde, Kreativität, Experimentierfreude und Offenheit für die beteiligte. Menschen und die Werke, mit denen sich das „Bewegte Museum – Museum bewegt“ beschäftigt.

    Die Proben für „Bewegtes Museum – Museum bewegt“ finden wie folgt statt:

    Freitag, 1. Juli, 18 bis 21 Uhr
    Samstag, 2. Juli, 11 bis 14 Uhr und 17 bis 22 Uhr
    Sonntag 3. Juli, 12 bis 15 Uhr und 19 bis 20.30 Uhr

    Die Performance beginnt um 21 Uhr

    Die Teilnahme an allen Proben über drei Tage ist dringende Voraussetzung.

    Andrea Marton ist freischaffende Tanzkünstlerin mit Sitz in München. Sie ist sowohl in tanzvermittelnden als auch in tanzkünstlerisch partizipativen Projekten für Bühne und öffentlichen Raum tätig. Seit Jahren tanzt und forscht sie mit Menschen zwischen 10 und 100 Jahren in partizipativen Kontexten. Derzeit erforscht sie verschiedene Vermittlungsmethoden im digitalen und hybriden Raum (gefördert von Neustadt Kultur/DisTanzen). Andrea ist im Leitungsteam von Fokus Tanz, München und Gründungsmitglied und Vorstand von Aktion Tanz e. V. www.andrea-marton.de

    Stephanie Felber sucht nach Formaten und Herausforderungen, die Publikum und PerformerInnen gleichermaßen zu Wahrnehmenden und Erkundenden werden lassen und bewegt sich dabei an der Schnittstelle zwischen Bildender und Darstellender Kunst. Parallel zur choreographischen Arbeit vermittelt sie ihre Arbeitsweise anhand von Workshops im In- und Ausland. www.stephanie-felber.de

    Weiter geht es am Mittwoch, 6. Juli, 20 Uhr, im Kulturzentrum neun mit La Mécanique des Ombres, zu Deutsch: Die Mechanik der Schatten, der französischen Company Naïf-Produktion. In La Mécanique des Ombres tanzen drei identisch-aussehende Figuren auf einer weiß umrandeten, quadratischen Bühne. Ihr Aussehen erinnert an Plastiken des Street Art Künstlers Mark Jenkins. Sie tragen dunkle Jeans und Kapuzenpullis. Ihre Gesichter sind durch schwarzen Stoff verdeckt. Sie scheinen ihrer Individualität beraubt.

    Tanzen sie? Oder ist es vielmehr ein „Fallen“? Wenn Bewegung eine Abfolge von gemeisterten Stürzen ist, dann haben diese drei Tänzer die Kunst zu fallen perfektioniert.
    Zwischen Schatten und Licht, Fallen und Abfedern, Flug und Absturz werden sie zu Dichtern des menschlichen Körpers. Sie bewegen sich mit einer fast absurden Beharrlichkeit. Und loten die grundlegenden Codes menschlicher Beziehungen aus. Menschliche Regung, Persönlichkeit oder Empathie werden den tanzenden Körpern durch das Verdecken der Gesichter genommen. Doch der Weg zum Anderssein wird durch Bewegung unermüdlich ausgetestet, erforscht und neu geebnet.

    Naïf Production produzieren Live-Performances zwischen Akrobatik und Tanz.
    Im Spiel mit der Schwerkraft durch Ungleichgewicht, Widerstand und Anstrengung erzählen sie Geschichten durch Bilder, die sie über körperliche Bewegung erschaffen.

    Am Donnerstag, 7. Juli, 11 Uhr, wird es zudem im Kulturzentrum neun eine Schülervorstellung von La Mécanique des Ombres geben. Diese richtet sich nicht nur an Schüler/-innen ab zwölf Jahren der Ingolstädter Schulen, sondern an alle Interessierten. Karten gibt es unter linda.goellner@ingolstadt.de oder unter 0841 / 305 47 227.

    Gefördert werden die Tanztage22 durch den Bezirk Oberbayern und den Bayerischen Landesverband für den Zeitgenössischen Tanz.

    Tickets gibt es in der Tourist Information am Rathausplatz (Moritzstraße 19), im Westpark Ingolstadt, im Achtzig20 GmbH c/o. Schanzer Ludwig Store (Theresienstraße 13) sowie über Ticket Regional (www.ticket-regional.de).

    Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie aktuelle Sicherheits- und Hygienehinweise finden Sie unter: www.kulturamt-ingolstadt.de

    Anzeige