Burton und Taylor: Szenen mehr als einer Ehe

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    „Glaubst Du, wir haben das Richtige getan?“ Diese Frage steht ganz am Anfang im Raum. Das Hollywood-Traumpaar Elisabeth Taylor und Richard Burton hat ein aufwühlendes Leben hinter sich. Liebe, Eifersucht, Erfolge, Tragödien und sehr viel Alkohol haben am Ende ihre Spuren hinterlassen. Richard Burton telefoniert kurz vor seinem Tod mit seiner großen Liebe Elisabeth – und so beginnt das Stück von Lauren Francis mit diesem letzten Telefonat.

    Auf der Bühne des Theatersaals im Haus der Begegnung in Pfaffenhofen feierte „Burton & Taylor – die Reality Show des 20. Jahrhunderts“ seine Premiere. Opernsängerin und bekennende „Diva“ Lauren Francis hat sich der weltberühmten „Beziehungskiste“ zweier Superstars angenommen und in einzelnen Momentaufnahmen die privaten Momente hinter der Glamourfassade in Szene gesetzt. Das Schlafzimmer als der intimste Ort einer Beziehung bildet dazu die Kulisse.

    Lauren Francis als Elisabeth „Liz“ Taylor und Franz Garlik als Richard Burton lieben und streiten sich. Die Affären Burtons werden zur Belastungsprobe, Elisabeth versucht, sich das Leben zu nehmen. Beruflich gilt es Krisen zu bewältigen, aber auch Erfolge zu feiern. Siebenmal ist der ausgebildete Schauspieler und gefeierte Shakespeare-Darsteller Richard Burton für den Oscar nominiert und bekommt ihn doch nie. Auch bei der Nominierung für seine Rolle in „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ geht er leer aus – im Gegensatz zu Liz Taylor, die als Kinderstar ohne Schauspielausbildung in Hollywood groß wurde und für ihre Darstellung in diesem Film ausgezeichnet wird.

    „Wir sind dazu bestimmt, zusammen zu sein,“ ist sich Elisabeth sicher. Und doch will das Zusammenleben – immer unter Beobachtung der Klatschpresse – nicht gelingen. Zweimal heiraten die beiden, zweimal lassen sie sich scheiden. Glück ist eben nicht käuflich, doch einen Versuch ist es wert: Einen spektakulären Diamanten – ehemals im Besitz der Familie Krupp – hatte Burton 1968 ersteigert und seiner Frau geschenkt. Sie, die Jüdin, trug ihn als Ring und stellte ihn stolz zur Schau. Burton, dem Waliser, der aus ärmlichen Verhältnissen stammte, war dieser Hollywood-Bling-Bling nicht geheuer. Überhaupt hatte er mit seiner Herkunft zu kämpfen (seinen Familiennamen Jenkins lehnt er ab) – auch das wird in diesem Bühnenstück klar. Und spätestens mit dem tragischen Unfalltod seines Bruders geht es mit Burton bergab. „Wie soll ich mit mir leben?“ fragt sich Richard Burton. Und wer mit sich selbst nicht leben kann, der wird auch für das Zusammenleben mit seiner großen Liebe zunehmend zur Belastung. „Ich möchte nach Hause kommen. Und Zuhause ist, wo Du bist“ erklärt Elisabeth im Stück. Zuvor hatte sie das Lied „Wo sind die Clowns“ angestimmt – ein berührender Augenblick.

    Franz Garlik und Lauren Francis beim Schlussapplaus

    Die Waliserin Lauren Francis hat das Stück über ihren Landsmann Richard Burton und „Dame“ Elisabeth geschrieben und dafür nach eigenen Angaben „viele Jahre lang das Leben einer wilden Ehe recherchiert.“ Ihr Ehemann Franz habe dabei nicht wenig Walisischsein abbekommen…

    Karten für „Burton & Taylor“ am 7. und 9. Oktober gibt es im Vorverkauf ausschließlich in der Buchhandlung „wortreich“ in Pfaffenhofen.

    Termine:
    Freitag, 7. Oktober, 19.30 Uhr
    Sonntag, 9. Oktober, 18 Uhr

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