Die Magie der Fossilien in magischen Fotos

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    Wenn man von „Ur-Bayern“ spricht, dann meint man für gewöhnlich Menschen. Aber 520 Millionen Jahre? Auch da gab es schon Leben in Bayern, wie ein versteinertes Exemplar einer Archäocyathide (ein schwammähnliches Urviech) aus Oberfranken beweist. Dieser „älteste Bayer“ ist nun eine von 20 Fossilien, die im Mittelpunkt einer Ausstellung im Infozentrum Naturpark Altmühltal in Eichstätt steht. Der Jungspund unter den Objekten ist übrigens ein Ingolstädter – genauer: der versteinerte Zahn eines Wollhaarmammuts, der in Zuchering gefunden wurde.

    „Magische Fossilien“ lautet der Titel der Schau, die das Bayerische Landesamt für Umwelt gestaltet hat. „Fossilien üben schon immer magische Anziehungskraft auf Menschen aus,“ meinte denn auch Eichstätts Landrat Alexander Anetsberger bei der Ausstellungseröffnung. Dabei steht die Altmühl-Jura-Region wie kaum eine andere für Fossilienfunde und Geotope, die einen Blick in die Erdgeschichte zulassen. Dieses Alleinstellungsmerkmal sei von unschätzbarem Wert, meinte Anetsberger. Die Ausstellung sei nun nach der Ernennung zum Geo-Welterbe ein weiterer Höhepunkt.

    Georg Loth vom Landesamt für Umwelt

    „Steine sind nichts Langweiliges oder Totes,“ betonte Georg Loth vom Landesamt für Umwelt. Als „Verursacher“ der Fotoausstellung gab er einen Einblick in die Geschichte und Funktion der Gesteinssammlung, die das Landesamt in Hof betreibt. Dort lagern aktuell ca. 120 000 Objekte, die beispielsweise von Wissenschaftlern genutzt werden. Um diese Sammlung, die in keinem eigenen Museum ausgestellt ist, in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, werden solche Ausstellung wie die der „magischen Fossilien“ erarbeitet.

    Grundlage für die Fotografien, die hier zu sehen sind, sind die Stücke, die in dem Buch „Zu Stein geworden – 50 Fossilien und ihre Geschichte“ beschrieben sind. Dazu gehören „Gipsleichen“ aus Unterfranken, „in der Sintflut ertrunkene Spinnen“ aus Eichstätt und ein niederbayerisches Kurzbein-Nashorn mit fatalen Zahnschmerzen. Der „Titelheld“ der Ausstellung ist ein sogenannter „Maria-Ecker-Pfenning“. Diese versteinerten Einzeller in der Größe einer Münze sind im Umkreis des Wallfahrtsortes Maria eck im Chiemgau gefunden worden. Der Legende nach handelt es sich um Münzen, die aus dem Opferstock geraubt wurden und während der Flucht des Diebes versteinert sind. Diese Geschichte mit reichlich Magie hat der Ausstellung ihren Titel gegeben.

    Vertreter der fünf Geomuseen im Naturpark Altmühltal: v.l. Volker Herzog (Dinosauriermuseum Altmühltal), Georg Bergér (Museum Bergér), Jutta Schneider (Fossilien und Steindruck Museum Gunzenhausen), Dr. Christina Ifrim (Jura-Museum Eichstätt) und Martin Röper ( Geo-Zentrum Solnhofen)

    Zusätzlich zu den Fotografien präsentieren sich in Eichstätt die fünf Geomuseen im Naturpark Altmühltal (Jura-Museum Eichstätt, Museum Bergér, Dinosauriermuseum Altmühltal, Fossilien und Steindruck Museum Gunzenhausen und Geo-Zentrum Solnhofen) mit Info-Stellwänden und Geschichten zu einzelnen Fossilien. Die Ausstellung „magische Fossilien“ ist bis 7. Mai in der ehemaligen Klosterkirche Notre Dame in Eichstätt zu sehen. Geöffnet ist sie von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr und Samstag, Sonn-/Feiertag von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. (ma)

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