Ikonen aus der Ukraine in Eichstätt

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    Hlafira Shcherbak kommt aus der Ukraine nach Eichstätt um einige ihre Kunstwerke zu zeigen. Sie ist eine von 20 verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern, die vom 10. Juni bis 31. Juli im Eichstätter Collegium Orientale ausstellen. Zusammen mit der Galerie Iconart aus Lemberg (Lwiw) haben der Vizerektor des Collegium Orientale, Markiian Mykytchyn, und Rektor Oleksandr Petrynko eine Ausstellung mit zeitgenössischen Ikonen aus der Ukraine konzipiert. Als Überschrift steht das Psalmwort „Herr, führe mich den geraden Pfad allen Feinden zum Trotz“ über der Sammlung von etwa 50 Ausstellungsstücken, in denen viele Erfahrungen des Krieges ihren Niederschlag finden.

    Hlafira Shcherbak ist 27 Jahre alt und kommt aus Lemberg (Lwiw). Eigentlich stammt sie von der Krim. Nach der Annexion ihrer Heimat ist sie 2014 in den Westen der Ukraine umgesiedelt. In Lemberg konnte sie ihr Studium im Bereich der sakralen Kunst fortsetzen. An der Kunstakademie in Lemberg hat sie ihren Magister gemacht. Bis vor fünf Jahren war sie in der klassischen Ikonenmalerei beheimatet. Durch den Kontakt mit der Galerie Iconart und auf Workshops mit anderen Künstlern lernte sie die etwas freiere Gestaltung kennen, die sie häufig nicht mehr als Ikonenmalerei bezeichnet, sondern schlichtweg als „sakrales Bild“. Einen enormen Einschnitt brachte der Verlust ihres Verlobten, der bei der Belagerung des Asow-Stahlwerkes in Mariupol ums Leben gekommen ist. Nach einer Phase der Trauer, in der sie gar nichts mehr malen konnte, wurde die Kunst zu einer Hilfe in ihrem Leben, die ihr wieder Stabilität geben konnte. Einige der in Eichstätt ausgestellten Werke wurden nun zum Jahrestag fertig.

    Hlafira Shcherbak zeigt eine Ikone des Heiligen Nikolaus, der in der Ukraine, wie in der gesamten Ostkirche, stark verehrt wird. Wie in Deutschland spricht er viele Kinder an, die mit ihm die Hoffnung auf Wunder verbinden. Der von Shcherbak gemalte Nikolaus trägt die Farben einer ukrainischen Soldatenuniform. Dazu meint sie nur: „Viele haben heute Hoffnung in ein Wunder“.

    Auch das Titelbild der Ausstellung ist ein Werk von ihr: Es heißt „Raum“ und beschreibt den Zustand der Ukraine im speziellen und des Menschen im allgemeinen: Der Zustand kann sehr dunkel, aber auch sehr hell sein.

    Die Ausstellung im Collegium Orientale ist vom 10. Juni bis 31. Juli täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eingang befindet sich am Leonrodplatz 3, neben der Schutzengelkirche. Auf Wunsch können vom Collegium Orientale auch Führungen organisiert werden. (pde)

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