Malerei von Beate Sellin im Pflegschloss

    Hotel Tipps

    Nachholtermin am Sonntag: Erlebnisradtour Donau

    Der Donau-Auwald zwischen Ingolstadt und Neuburg gehört zweifellos zu den naturlandschaftlichen Besonderheiten in unserer Region. Gerade im Bereich zwischen Ingolstadt und Neuburg kann man...

    Ticketverkauf für Nacht der Museen gestartet

    Bei der Nacht der Museen am Samstag, 3. September laden zahlreiche Ingolstädter Museen zum Vorbeikommen, Staunen und Mitmachen ein. Elf Häuser öffnen bis spätabends die...

    Buntes Programm beim Altmühltaler Lammabtrieb in Böhming

    In Böhming (Markt Kipfenberg) im Altmühltal findet am kommenden Wochenende (24. und 25. September) der Lammabtrieb statt. Ein buntes Rahmenprogramm macht diese Veranstaltung zum...

    weitere Artikel

    Teilen

    Das Museum im Pflegschoss in Schrobenhausen zeigt ab dem 17. September großformatige und außergewöhnliche Bilder der Heidelberger Malerin Beate Sellin. Atemberaubend und schön sind die überaus realistisch dargestellten Beeren, Blumen, Sträucher und Stauden.

    Die Ausstellung ist ein weiterer Baustein im kulturellen Austausch mit der Schrobenhausener Partnerstadt Schwetzingen. Barbara Gilsdorf, Kulturreferentin und Leiterin des dortigen Kulturamtes hat den Kontakt zur Künstlerin hergestellt. Claudia Freitag-Mair, Museums- und Kulturamtsleiterin in Schrobenhausen war von den überaus beeindruckenden Bilder Beate Sellins sofort begeistert und freut sich, dass ab dem kommenden Sonntag bis zum 5. November die Ausstellung „Pflück mich!“ im Museum im Pflegschloss zu sehen ist.

    Fotos: Beate Sellin

    Beate Sellin liebt das große Format, sie mag Beerenobst und die Farbe Rot. Überhaupt mag sie kräftige Farben. „Mit den Rottönen kann ich das Licht gut darstellen. Und das Rot kann man so durchsichtig machen.“ schwärmt die Künstlerin. Die meisten ihrer Bilder sind mehr als einen Meter hoch oder breit. Ihre Motive sind in der Regel Nahaufnahmen und überdimensional groß, zum Beispiel Johannisbeeren. In manche Beeren kann man hineinschauen, sie sind fast durchsichtig und man kann die Kerne im Inneren erkennen. Helle Lichtreflexe schimmern auf der Schale, die aussieht wie poliert. Man möchte zugreifen und hineinbeißen.

    In allen Epochen der Kunst findet man in der Malerei Früchte und Blumen. Die schönsten Darstellungen von Obst entstehen in der Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts in der Gattung des Stilllebens. Im 19. Jh. malen auch die Impressionisten gerne Stillleben mit Obstdarstellungen. Berühmt sind die zahlreichen Obststilleben von Paul Cézanne. Danach war dieses Thema etwas in Vergessenheit geraten, erst nach dem 2. Weltkrieg wurde Obst als Motiv in der Malerei wiederentdeckt. Gegen Ende des 20. und Anfangs des 21. Jh. malen es auch zeitgenössische Künstler wieder in allen Variationen – auch Beate Sellin. Sie sie hat in ihrer Malerei ihre alte persönliche Liebe zu Pflanzen wieder aufgenommen. Schon am Ende ihres Studiums probierte sie ihre neu hinzugewonnenen Erkenntnisse zuerst an Blumen aus – mal vollständig, mal nur in Ausschnitten. In der Regel sind ihre Motive überdimensional groß und sehr realistisch – gestochen scharf und ins Monumentale gesteigert.

    Beate Sellin hat die Früchte selbst intensiv studiert, aber auch Fotos davon, die unter dem Mikroskop entstanden sind – beides hat sie überdimensional in ihrer Malerei umgesetzt. Neben den Beeren gibt es zahlreiche Blumenbilder – orange die Kapuzinerkresse, gelb die Tulpen, blau die Trichterwinde und viele mehr. Die Liebe zu Pflanzen scheint immer wieder auf.  Ein Zauber an Blüten und Früchten erwartet den Besucher, der in die Ausstellung kommt. Die Vernissage findet am 17. September 2023 um 11 Uhr im Museum im Pflegschloss, Schrobenhausen, statt. (st-sob)

    Anzeige