Drei Sonderausstellungen im Pflegschloss

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Gleich drei hochkarätige Sonderausstellungen werden im „Museumsviertel“ im historischen Pflegschloss in Schrobenhausen am 5. Juli 2025 um 15 Uhr eröffnet.

Besondere Schmuckstücke: Sandblumen oder Sandrosen sind unregelmäßig geformte Kristallgebilde in den unterschiedlichsten Variationen. (Foto: Mineralogia München)

Die Ausstellung „Flower Power – Blühende Minerale“ untersucht mineralische Blütenformen – von sandrosenartigen Gipsformationen bis zur strukturellen Symmetrie zwischen Kristallen und Blüten. Highlight ist die Betrachtung sogenannter „Zeigerpflanzen“ wie Weißklee, der nur auf bestimmten Böden gedeiht. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Einfluss der Mineralität des Bodens („Terroir“) auf Pflanzen wie Weinreben – ein spannender Dialog zwischen Mineralien, Flora und Kultur.

Im Zentrum der Ausstellung „Ewiges Eis, adé!“ steht das DFG-geförderte Forschungsprojekt „SEHAG“ („Sensitivität hochalpiner Geosysteme gegenüber dem Klimawandel ab 1850“),
geleitet von der KU Geographie. Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine
wissenschaftliche Rekonstruktion der Gletscherschmelze seit 1850, zeigt aktuelle Messdaten und wagt einen Blick bis zum Jahr 2050. Historische Fotografien illustrieren eindrucksvoll, wie sehr sich hochalpine Landschaften bereits verändert haben – und wie sie sich in Zukunft weiter wandeln könnten.

Beeindruckender Blick in die Vergangenheit und Zukunft: Gletscher stecken voller wertvoller Informationen. (Foto: Christian Klenk)

200 Jahre Stadtwall Schrobenhausen – ein besonderes Jubiläum: Im Jahr 1825 wurde der ehemalige Verteidigungswall unter Michael Sommers Leitung in eine idyllische Parkanlage
umgewandelt – mit Bäumen wie Eichen, Linden, Rosskastanien, Ulmen, Eschen und Ahorn, von denen ein Drittel über 100 Jahre alt ist, jeder fünfte Baum sogar bis zu 150 Jahre. Der beliebte Spazierweg umgibt seit zwei Jahrhunderten die Altstadt und wird durch regelmäßige Pflege erhalten. Der örtliche Fotoclub vergleicht historische Ansichten mit aktuellen Aufnahmen – Vergangenheit und Gegenwart eindrucksvoll nebeneinander. (st-sob)

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