Eichstätt Blizzards: Einziges Quidditch Team in der Region

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    „Wir brauchen Besen, einen Quaffel und drei Bludger!“ Diese klare Ansage von Trainerin Laura Stahmer ertönt auf der Seminarwiese in Eichstätt. Einige junge Damen und Herren nehmen sich Bälle und eine Kunststoffstange und gehen auf die Trainerin zu, um weitere Anweisungen zu erhalten: „Heute machen wir Beater Taktiken – und zwar mit Bludger Control und ohne!“ heißt es. Aha. Spätestens hier hat der unbedarfte Zuschauer den Überblick verloren.

    Bei diesem Sport ist nicht nur ein Ball im Spiel, sondern vier (drei Bludger, ein Quaffle).

    Die Taktiken, die nun geübt werden, gehören zum Quidditch (diese Bezeichnung wird in diesem Bericht wegen des größeren Bekanntheitsgrades noch verwendet – wohl in dem Wissen, dass auch in Deutschland eine Umbenennung in Quadball beschlossen wurde). Seinen Ursprung hat der 2005 entwickelte Sport in den Harry-Potter-Romanen, wo er freilich auf fliegenden Besen ausgeübt wird. Die Muggel (Menschen) Variante bliebt am Boden und klemmen sich als Besenersatz Plastikstangen zwischen die Beine, aber es geht auch hier darum, Punkte zu erzielen, indem man unterschiedliche Bälle (drei Bludger, ein Quaffle) in unterschiedlich große Torringe (Hoops) befördert.

    Vor dem Spiel begeben sich die Spieler und Spielerinnen in die Startposition.

    Die Teams bestehen aus sieben Personen, sind gemischtgeschlechtlich (m/w/d) aufgestellt und jeder hat eine bestimmte Position bzw. Aufgabe: So gibt es Chaser (Jäger), einen Keeper (Hüter), Beater (Treiber) und einen Seeker (Sucher). Letzterer hat die Aufgabe nach der 17. Minute den Snitch (Schnatz) zu fangen. Im Roman ist das eine fliegende, goldene Kugel – auf Erden einfach ein kleiner Ball in einer gelben Socke, den sich der neutrale Snitch Runner hinten in die Hose steckt. Gewonnen hat – grob gesagt – das Team mit den meisten Punkten und das Spiel endet, wenn der Snitch gefangen wurde. Aber das Regelbuch der internationalen Quidditch Association hat rund 160 Seiten, weswegen an dieser Stelle auf eine ausführliche Beschreibung des Spielverlaufs verzichtet wird.

    Mit Knieschoner und Mundschutz

    Was sich so „zauberhaft“ nach einem fantastischen Vergnügen anhört, ist ein sehr irdischer Kampf um den Sieg. Zimperlich darf man und frau dabei nicht sein: „Das ist ein Vollkontaktsport, bei dem es schon zur Sache geht“ betonen Celine Collet und Kevin Kauper, beide im Team der Eichstätt Blizzards. Die Rugby-Elemente – gemischt mit Handball und Dodgeball (ähnlich dem Völkerball) – sind unübersehbar und immer wieder gehen Spieler und Spielerinnen zu Boden. „Knieschoner machen absolut Sinn,“ erklärt Kevin Kauper, „in einem offiziellen Spiel ist auch ein Mundschutz Pflicht. Und Fußballschuhe.“ Dass man durchaus einstecken muss, merkt auch Niklas aus Greding, der gerade neu zum Team gestoßen ist. Er hatte nach einem Sport gesucht, der ihn begeistern könnte: „Quidditch klang außergewöhnlich,“ meint er. Das kann man wohl sagen. Verwunderte Passanten kommen immer wieder an der Seminarwiese vorbei und rätseln über die Sportart, die dort betreiben wird.

    Vom Unisport zur Abteilung beim VfB Eichstätt

    Gegründet wurde das Eichstätter Quidditch Team von Laura Stahmer. Die Studentin hat den Sport in einem Auslandsjahr in Frankreich kennen gelernt und ihn zunächst als Hochschulsport an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt eingeführt. Im Sommer 2020 wurde aus der Hochschulsportgruppe eine Abteilung des VfB Eichstätt, nachdem Co-Trainerin Magdalena Koschmieder einfach beim Verein angefragt hatte. „Die waren sofort begeistert,“ erklärt Laura Stahmer.

    Celine Collet hat das Logo/Wappen der Blizzards (deutsch: Schneesturm) entworfen.

    Jetzt sind die „Eichstätt Blizzards“ (ihr Erkennungszeichen ist eine wie ein Snitch geflügelte Eichel und Eiskristalle) fester Teil des Sportvereins und sie freuen sich auf neue „Muggel“ auch außerhalb des Uni-Betriebs, die sich auf das Abenteuer Quiddich bzw. Quadball einlassen möchten. Laura Stahmer schätzt an diesem Sport „die Vielfältigkeit, die Offenheit der Community, den Zusammenhalt und den Spaß“. Dazu würde man sich auch nicht allzu ernst nehmen: „Wir haben schließlich Plastikstangen zwischen den Beinen,“ schmunzelt sie. (ma)

    TIPP: Am kommenden Wochenende (14.-16.10) sind die Blizzards beim Restart Wochenende der Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt mit dabei. Wer Quidditch ausprobieren will, kann einfach vorbei kommen:

    Freitag ab 15h30:
    Stand an der KU mit Hoopwerfen
    Samstag 15h00:
    Brettspielnachmittag Treffpunkt Studihaus
    Sonntag 15h00:
    Schnuppertraining auf der Mensawiese

    Kurz notiert:
    Eichstätt Blizzards
    Quidditch/Quadball-Abteilung des VfB Eichstätt
    Trainingszeiten: Montag und Donnerstag 18.15 – 19.45 Uhr
    Seminarwiese Eichstätt
    Kontakt: quidditch@vfb-eichstaett.de
    www.vfb-eichstaett.de/quidditch
    www.facebook.com/quidditcheichstaett
    www.instagram.com/eichstaett_blizzards/

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