Cine Latino in Eichstätt

Hotel Tipps

Pfaffenhofener Lesebühne startet nächste Woche

Am Donnerstag, 26. Oktober startet die Pfaffenhofener Lesebühne. An zwei langen Wochenenden können sich Bücherfreunde auf eine geballte Ladung Literatur im Rathausfestsaal freuen. Los...

Vivat Hoch! Neuburg feiert die Renaissance

Daran ändert keine Rechtschreibreform etwas: Das Neuburger Schloßfest wird mit einem scharfen „ß“ geschrieben, schließlich handelt es sich um eine Marke. Und was für...

Literaturtage IN: Neuer Veranstaltungsort für Margit Auer

Die Lesung mit Margit Auer im Rahmen der Ingolstädter Literaturtage am Mittwoch, 24. April, Beginn 16 Uhr, wird von der Stadtbücherei in die Fronte 79 verlegt. Durch den neuen...

weitere Artikel

Teilen

Vom 5. bis zum 13. Mai findet die Filmreihe zum lateinamerikanischen Gegenwartskino im Filmstudio im Alten Stadttheater in Eichstätt statt. Fünf herausragende Werke des lateinamerikanischen Gegenwartskinos mit Blick auf Kolumbien, Brasilien, Argentinien, Ecuador, Mexiko, Nicaragua und El Salvador werden in Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt. Die Lateinamerikanischen Filmtage sind eine fortlaufende Initiative der Studierenden des BA Lateinamerikastudien und des MA Conflict, Memory and Peace unter Mitwirkung des Filmstudios Eichstätt, des Zentralinstituts für Lateinamerikastudien (ZILAS) und der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Ein besonderes Kinoerlebnis, ein ansprechendes Rahmenprogramm und anregende Gespräche mit Regisseuren und dem Publikum ergeben ein gelungenes Rundumpaket.

Mit „Un Poeta“ beginnt die Filmreihe am 5. Mai – laut Rezensionen einer der lustigsten Filme des Jahres. Óscar Restrepos Besessenheit von der Poesie hat ihm bislang keinen Ruhm gebracht. Er ist zum lebenden Klischee des erfolglosen Dichters geworden: launisch, oft betrunken und ständig pleite. Als er Yurlady, einer Teenagerin aus der sozialen Unterschicht mit erstaunlichem Talent begegnet, keimt ein Funken Licht in seinem Schattendasein auf. Seine Idee, sie beim Poesiefestival Medellins vorzustellen, scheint zu seinem nächsten großen Fehltritt zu werden.

Am 6. Mai wird die (postkoloniale) Detektivgeschichte „Wir, die Wolfs“ gezeigt. Ahnenforschung in Lateinamerika ist nicht selten eine Einbahnstraße, die nach Europa führt und sich im transatlantischen Nebel verliert. So auch die Familiengeschichte des Hamburger Regisseurs Darío Aguirre, der nach Guayaquil reist, um mit seinen Familienangehörigen den in Ehren gehaltenen Mythos um seinen deutschen Ururgroßvater, den Naturforscher Franz Theodor Wolf kritisch zu hinterfragen. Bei der Spurensuche wird klar, dass das eigentliche Mysterium der Suche die Ururgroßmutter Jacinta Pasaguay ist. Regisseur Aguirre ist an diesem Abend auch in Eichstätt zu Gast.

Der Film „The Gospel of Revolution“, eine Geschichte der Befreiungstheologie, wird am 11. Mai gezeigt. In den 1960er Jahren breiteten sich in ganz Lateinamerika revolutionäre Bewegungen gegen Diktatoren und Regierungen aus. Die Befreiungstheologie, eine Richtung der christlichen Theologie, inspirierte Millionen von Christen dazu, sich den Revolutionen anzuschließen. Die Dokumentation begleitet einen belgischen Pastor, der sich in der Befreiungstheologie engagiert, und nimmt uns mit auf eine Reise in revolutionäre Bewegungen in El Salvador, Brasilien, Nicaragua und Mexiko. Ein Film über Kraft und Konflikt durch und mit dem eigenen Glauben.

Vier Oscar-Nominierungen und Preise in Cannes für Regie und Darsteller: Der vielfach ausgezeichnete Film „The Secret Agent“ wird am 12. Mai gezeigt. Brasilien 1977: Während der heiteren Karnevalswoche kehrt Marcelo, ein Mann Mitte vierzig, von São Paulo in die Küstenstadt Recife zurück. Dort hofft er, seinen Sohn wiederzusehen. Doch seine Ankunft bleibt nicht unbemerkt. Zwischen feiernden Menschenmengen und allgegenwärtiger Gewalt gerät Marcelo in ein immer dichter werdendes Netz aus Überwachung, Korruption und Misstrauen, aus dem es kein Entkommen gibt. Was als persönliche Reise beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen Spiel im Schatten der Militärdiktatur.

Abschlussfilm ist am 13. Mai der argentinische Oscarbeitrag „Kill the Jockey“. Remo war einst gefeierter Jockey. Doch sein exzessiver Lebensstil und Schulden bei der Mafia drohen, sowohl seine Karriere als auch die Beziehung zu seiner Freundin Abril zu zerstören. Am großen Tag seines Comebacks verliert er nach einem schweren Sturz nicht nur das Rennen, sondern auch sein Gedächtnis. Befreit von seiner Vergangenheit, aber mit jeder Menge Stil, irrt er durch die bunten Straßen von Buenos Aires und entwickelt eine neue Identität: Aus Remo wird Dolores. Gangsterboss Sirena ist das jedoch herzlich egal, denn ihn interessiert vor allem sein Geld. Und so setzt seine Bande alles daran, ihn aufzuspüren

Jeweils um 19 Uhr und am 13. Mai um 18 Uhr beginnen die Filme im Alten Stadttheater, Residenzplatz 17 im Filmstudio. Am 13. Mai findet nach dem Film „Kill the Jockey“ ab 20 Uhr der Taco-Tanzabend mit guter Musik und leckeren Snacks in der „Rakete“ als Ausklang der Filmtage statt. (upd)

Weitere Informationen zum Programm von „Cine Latino“ unter www.kino-eichstaett.de/ei_cinelat2026.php

Anzeige